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Güstrower Anzeiger

24. Oktober 2017 | 04:26 Uhr

Neue Ausstellung : Bisher weitgehend unbekannt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schloss Güstrow eröffnet am 12. April Ausstellung „Hierzulande“ im Wirtschaftsgebäude / Malerei aus dem Norden der DDR

Künstler, die ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt im Norden der DDR hatten, rückt die neue Ausstellung „Hierzulande“ im Wirtschaftsgebäude des Güstrower Schlosses in den Fokus. Mit insgesamt 48 Werken, entstanden zwischen 1946 und 1989, wird ab dem 12. April das Panorama einer weitgehend unbekannten Malerei im Schloss gezeigt. Schlossleiterin Regina Erbentraut lädt kommenden Sonntag um 15 Uhr zu einer Eröffnungsführung ein.

In der Auseinandersetzung mit der Kunst in der DDR habe diese Malerei bislang wenig Beachtung gefunden, sagt Regina Erbentraut. Die Ausstellung setzt eine 2011 begonnene Reihe fort, mit der das Staatliche Museum Schwerin im Wirtschaftsgebäude des Schlosses eine Auswahl seiner umfangreichen, größtenteils im Depot befindlichen Bestän-de zu in der DDR entstandener Kunst zeigt.

Vor allem mit der Landschaft und der Darstellung des Menschen beschäftigten sich die Künstler. „Das weite Land in der Nähe des Meeres war für viele der Grund ihres Ansiedelns oder Bleibens hierzulande. Der Mensch hingegen wird oftmals in belasteten seelischen Zuständen gezeigt, verursacht durch individuelle oder politisch-gesellschaftliche Bedingungen“, erklärt Regina Erbentraut. Die Bilder stammen von Rudolf Austen, Dietrich Becker, Harald Becker, Tom Beyer, Edith Dettmann, Kate Diehn-Bitt, Harald Döring, Heinz Dubois, Fritz Eisel, Wilhelm Facklam, Alexander Hässner, Karl Hennemann, Carl Hinrichs, Horst Holinski, Helga Kaffke, Hannes Meier, Paul Reincke, Gerhard Reinisch, Wolfgang Schlüter, Ernst Schröder, Christine Stäps, Erich Venzmer, Lothar Weber, Michael Wirkner, Winfried Wolk und Thomas Ziegler.


Umfangreiches Begleitprogramm


Der künstlerische Wert der DDR-Malerei werde zunehmend wertgeschätzt, so Regina Erbentraut. „Es ist erstaunlich, wie offen in dieser Malerei auch kritisiert wurde – entgegen den sozialistischen Kunststandards“, sagt sie. Im Begleitprogramm zur Ausstellung verweist die Kunsthistorikerin auf das Konzert von Jose D’Aragon am 3. Mai, der auf seiner Gitarre im Festsaal des Schlosses „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky spielt. Bereits am 25. April um 17 Uhr wird zudem zu einem Filmabend in Zusammenarbeit mit dem Filmklub Güstrow eingeladen. Gezeigt wird der Film „Die Reise nach Sundevit“ (1966) unter der Regie von Heiner Carow. Bis zum Ende der Ausstellung am 31. August wird es Veranstaltungen geben.

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