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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 16:57 Uhr

Theater Güstrow : Bilden und unterhalten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kultur aktuell 2015: das Programm des Ernst-Barlach-Theaters Güstrow im ersten Halbjahr bis zur Sommerpause

von
erstellt am 22.Jan.2015 | 05:00 Uhr

In jeder Spielzeit ist es eine neue Herausforderung für Kersten Klevenow. „Wie stelle ich einen inhaltlich guten Spielplan auf, der jede Klientel berücksichtigt?“ Diese Frage stellt sich die Leiterin des Ernst-Barlach-Theaters Güstrow immer wieder. Dabei lässt sie sich von klaren Grundsätzen leiten: „Als öffentliche Einrichtung muss das Theater einen Bildungsauftrag erfüllen. Wir wollen bilden, unterhalten und unser kulturelles Erbe pflegen.“ Nicht gerade einfach, dies alles unter einen Hut zu bekommen, gibt auch Kersten Klevenow zu. Dennoch hofft sie, mit dem Programm für das erste Halbjahr im Güstrower Theater wieder die richtige Mischung gefunden zu haben.


Theater als „Bildungsanstalt“


Das Theater als „Bildungsanstalt“ – ganz nach Friedrich Schiller – und kulturelle Pflegestätte, das gleichsam unterhaltsam sein soll. „Man muss immer überlegen, was für die Stadt Sinn macht“, sagt Kersten Klevenow. „Wir sind ein kleines Haus in einer kleinen Stadt. Da können wir nicht die Mega-Shows nach Güstrow holen, denn schließlich muss es auch für das Publikum bezahlbar bleiben.“ Anspruchsvolle, neuzeitliche Dramen oder auch Boulevardtheaterstücke auf Hochdeutsch würden in Güstrow nicht laufen. „Da kommt keiner“, sagt Kersten Klevenow. Dennoch streut sie auch solche Veranstaltungen immer wieder mit ein. Sie legt Wert darauf, das Programm möglichst breit anzulegen, um alle Geschmäcker abzudecken. Was in Güstrow besonders gut läuft, das sind niederdeutsche Stücke, philharmonische Konzerte sowie auch die zahlreichen Theateraufführungen für Kinder.

2014 kamen mehr als 30 000 Besucher ins Güstrower Theater. Mehr als im Jahr davor. Eine große Freude für Kersten Klevenow und eine Bestätigung für den von ihr aufgestellten Spielplan. Auch im ersten Halbjahr 2015 gibt es wieder zahlreiche Höhepunkte, die die Theatergänger anlocken sollen. An erster Stelle nennt Kersten Klevenow die monatlichen philharmonischen Konzerte, mit mehr als 200 Besuchern pro Konzert. „Diese Konzerte zählen zu den Höhepunkten im kulturellen Lebens der Barlachstadt“, ist die Theaterleiterin überzeugt. Auch die sonntäglichen Kindervorstellungen werden wieder gut gebucht sein, sagt sie voraus. Kersten Klevenow verweist z.B. auf das Konzert von Gerhard Schöne am 22. Februar oder auch das Tanzmärchen „Rotkäppchen“ am 1. März. Besonders am Herzen liegt ihr das Theaterstück „Klamms Krieg“ am 19. März, ein „Lehr(er)stück“ für Jugendliche und Erwachsene, das sich kritisch mit dem Schulsystem auseinandersetzt. Trotz des schweren Themas hofft sie hier auf viele Besucher.

Ebenfalls ein Höhepunkt soll das Konzert von Ulla Meinecke und Band am 24. April in Güstrow werden. „Sie hat ein ganz neues Bühnenprogramm. Darauf freue ich mich sehr“, sagt Kersten Klevenow. Schon am 12. Februar singt und spielt zudem Puhdys-Frontmann Dieter „Maschine“ Birr im Theater. „Der hat bestimmt etwas Interessantes zu erzählen“, sagt die Theaterleiterin. Und am 15. März gibt es ein „Irish Heartbeat Festival“ mit irischen und schottischen Bands.


Kabarett immer ein Publikumsmagnet


Auch das Kabarett darf im Güstrower Theater nicht fehlen. „Die Vorstellungen sind meistens ausverkauft“, freut sich Kersten Klevenow. Am 29. März u.a. tritt das Berliner Kabarett „Distel“ auf und am 10. April folgt ein kabarettistisches Programm mit Reiner Krönert. Comedy gibt es am 21. März mit Herrn Holm, einem bekannten Gesicht aus dem Fernsehen.

Bekannte Stars sind im Theater immer ein Publikumsmagnet. So auch Heinz Rennhack, der Sonnabend in der Komödie „Zwei Genies am Rande des Wahnsinns“ zu sehen ist. Gunther Emmerlich singt und liest am 13. März in Güstrow und eine garantiert ausverkaufte Veranstaltung beendet die Spielzeit im Juni: am 27. Juni liefert der Schriftsteller Wladimir Kaminer seine „Kaminer Show“ im Güstrower Theater ab.  

 

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