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Schlagloch-Alarm in Güstrow : Bild der Verwüstung auf Buckelpiste

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Die Kreuzung Eisenbahn- und Speicherstraße in Güstrow bietet ein Bild der Verwüstung. Hier ist der Asphalt durch Frostschäden breitflächig aufgerissen. Wegen unzähliger Schlaglöcher bremsen die Autofahrer, fahren Slalom.

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2013 | 05:51 Uhr

Güstrow | Autofahrer bremsen ab, fahren Slalom. Die Straßenränder sind übersät mit zerbröseltem Asphalt. Es kracht. Wieder ist ein Auto in der stark befahrenen Eisenbahnstraße in Güstrow in eines der zahlreichen Schlaglöcher gefahren. Zählen lohnt sich hier schon fast nicht mehr. Vor allem die Kreuzung Eisenbahn-/Speicherstraße bietet ein Bild der Verwüstung. Hier ist der Asphalt durch Frostschäden breitflächig aufgerissen.

Schon vor vier Wochen hatte die Stadt Güstrow versprochen, die Löcherpiste in der Eisenbahnstraße auszubessern (SVZ berichtete). Doch davon war gestern nichts zu sehen - oder besser: nicht mehr. "Wir haben schon mehr als drei Tonnen Kaltmischgut in der Eisenbahnstraße verbaut. Das ist alles wieder rausgefahren", sagt Hans-Peter Schröder, Leiter des städtischen Baubetriebshofs. Das Zeug halte bei dieser Witterung einfach nicht. "Da kann man nicht viel machen." Vor allem Busse und Lastwagen seien dafür verantwortlich, dass das Kaltmischgut wieder aus den notdürftig geflickten Schlaglöchern fliege. "Das ist alles sowieso nur ein Notbehelf. Richtige Reparaturen sind erst im Frühjahr möglich", sagt Schröder resignierend.

Wie die Verantwortlichen der Stadt Güstrow haben auch anscheinend diejenigen beim Landkreis mittlerweile den Kampf gegen die Schlaglöcher aufgegeben zu haben. "Es gibt Fälle, da ist das Loch in der Straße nach drei Tagen wieder da", sagt Detlef Ihlgus vom Amt für Straßenbau und Verkehr des Landkreises. Mit Warnschildern und Kaltmischgut versucht der Kreis gerade seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. "Doch das ist kein Allheilmittel. Der Technologie sind Grenzen gesetzt", gibt Ihlgus zu. Rund die Hälfte der 408 Kilometer Kreisstraßen im Altkreis Güstrow seien aktuell von Straßenschäden betroffen. Dagegen kommen auch die drei Trupps der Kreisstraßenmeisterei Güs trow, die ständig im Einsatz seien, nicht an. "Überall tun sich Löcher auf."

Ihlgus nennt den ständigen Wechsel von Frost- und Tauphasen als wesentlichen Grund für die zahlreichen Schlaglöcher. Dadurch werde das Material brüchig. Erst ab dem Frühjahr könne Schluss mit der Flickschusterei sein. "Wir brauchen rund 15 Grad und Trockenheit, um die Löcher richtig zu schließen", sagt Ihlgus. Er rechnet mit April. Bis dahin heißt es für die Autofahrer also weiterhin: Vorsicht! Besonders auch in Liessow, Lalendorf sowie zwischen Recknitz und Knegendorf. "Das sind gerade einige Schwerpunkte", so der Straßenexperte. Hier löse sich die obere Deckschicht. "Loch an Loch", sagt Ihlgus.

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