Kritzkow : Betreutes Wohnen im Ex-Pfarrhaus

Kathrin Mawick möche im ehemaligen Pfarrhaus ältere Menschen betreuuen. Sieben Wohnungen werden vermietet.
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Kathrin Mawick möche im ehemaligen Pfarrhaus ältere Menschen betreuuen. Sieben Wohnungen werden vermietet.

Bauherrin Kathrin Mawick schafft neues Angebot in Kritzkow - Sanierung auf der Zielgeraden.

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14. März 2016, 05:00 Uhr

Hochbetrieb auf der Baustelle: Trockenbauer, Maler, Fliesenleger und Klempner geben sich die Klinken in die Hand. Die Sanierung des ehemaligen Pfarrhauses in Kritzkow ist auf der Zielgeraden. „Alles Wesentliche soll bis Mai fertig sein“, kündigt Kathrin Mawick (45) an. Ihr Projekt: betreutes Wohnen auf dem Dorf.

Sieben sehr individuell gestaltete Wohnungen sollen vermietet werden. „Vier Wohnungen sind altersgerecht und eine ist behindertengerecht“, berichtet Kathrin Mawick. Hinzu kommen zwei Wohnungen im Dachgeschoss, die sich auf zwei Ebenen befinden. „Da geht es natürlich nicht ohne Treppe“, betont die Kritzkowerin. Im Erdgeschoss gibt es einen Gemeinschaftsraum. „Hier können sich die Bewohner treffen, gemeinsam Kaffee trinken und plaudern“, berichtet die Bauherrin. Außerdem könnten dort auch Familienfeiern stattfinden. Eine Behinderten-Toilette und ein Bad mit Wanne, das alle Bewohner nutzten können, gebe es außerdem. In den Wohnungen könne man so den Platz für Wannen sparen. „Wir werden an Betreuung bieten, was gewünscht wird, und organisieren bei Bedarf auch Pflege“, erzählt die 45-Jährige. Und wenn jemand zufrieden damit ist, dass einmal am Tag jemand hereinschaut, nach dem Befinden fragt und ein bisschen plaudert, so sei auch das in Ordnung. Die Betreuung will Kathrin Mawick selbst übernehmen. „Es gibt viele Angebote in den Städten, aber ich denken, wer sein Leben lang auf dem Dorf wohnte, soll auch im Alter hier bleiben können“, erklärt die Kritzkowerin ihre Motivation. Interessenten könnten auch im April schon mal reinschauen. Optional ist auf dem Grundstück dort, wo früher eine Scheune stand, noch Platz für einen Neubau, in dem weitere Wohnungen entstehen könnten.

Vor gut eineinhalb Jahren hatte das 225 Jahre alte Pfarrhaus zunächst ein neues Dach bekommen. Dach und Fassade, so berichtet die Bauherrin, wurden über die Dorferneuerung als Teil des Bodenordnungsverfahrens gefördert. Ansonsten stehe sie mit der Familie für alles gerade. „Zum Glück haben wir drei Jungs“, sagt die Mutter. Sie, Bruder Mirko Mank und Vater Hans-Jürgen Mank würden tatkräftig auf der Baustelle helfen. „Auch mit den einheimischen Firmen haben wir einen guten Griff getan“, fügt Hans-Jürgen Mank hinzu. So ein Altbau mache viel Arbeit.

Bemüht ist die Bauherrin viel Altes zu erhalten. Fliesen- und Holzfußböden, große Flügeltüren und alte Sockelleisten werden aufgearbeitet. Wo es sich anbietet bleibt das alte Gebälk sichtbar. Einige alte Wände haben wieder einen Lehmputz erhalten. „Für ein gutes Raumklima“, erklärt Kathrin Mawick.

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