Friedhof Laage : Bestattungskultur verändert Gesicht des Alten Friedhofs

Ingeborg Timm vom Friedhofsausschuss ist mit der Gestaltung der neuen Urnengemeinschaftsanlage sehr zufrieden.
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Ingeborg Timm vom Friedhofsausschuss ist mit der Gestaltung der neuen Urnengemeinschaftsanlage sehr zufrieden.

Neue Urnengemeinschaftsanlage in Laage jetzt fertig gestellt.

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19. September 2017, 05:00 Uhr

Wen Ingeborg Timm über den Alten Friedhof in Laage geht, kann sie fast zu jedem Grab eine Geschichte erzählen, oft sind es traurige Erinnerungen. Der Weg führt sie diesmal fast ganz über den Friedhof zu einer neuen Urnengrabanlage gleich in der Nähe des Nebeneinganges an der St. Jürgensstraße. Im Rund mit einem Baum in der Mitte können in den nächsten Jahren rund 100 Urnen bestattet werden.

Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Urnengemeinschaftsanlagen angelegt. „Es ist fast alles voll, so dass wir wieder eine neue Anlage brauchen“, erzählt Ingeborg Timm vom Friedhofsausschuss der Christophorus-Kirchengemeinde Laage. Waren es in der Vergangenheit die Ausschussmitglieder, die ihre Vorstellungen bei der Gestaltung einbrachten, so habe man jetzt erstmals einen Profi engagiert. „Das hat uns eine Menge Geld gekostet“, macht Ingeborg Timm aufmerksam und fügt hinzu, dass das Ergebnis die Ausgabe rechtfertige. Im Rund angeordnet sollen rechter Hand der Mauer Urnen beigesetzt und Tafeln mit den Namen angebracht werden. Gegenüber der Mauer (eigentlich ein Hochbeet) sollen als Gegenstück zu dieser im inneren Halbrund kleinere Steine oder Stelen aufgestellt werden können, im äußeren Rund größere. Die Mitte soll neben dem Baum eine Rundbank zieren. „Meist dauert es ein, zwei Jahre, bis eine neue Anlage angenommen wird“, berichtet Ingeborg Timm aus Erfahrung. Die Kirchengemeinde folgt damit dem Trend zur Urnengemeinschaftsanlage. Auch auf dem Laager Friedhof ist der Sarg zur Seltenheit geworden. „Obwohl wir mit unseren Rasengräbern auch hier eine pflegearme Variante anbieten“, betont Ingeborg Timm.

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