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Linstower Wiesn : „Benny“ Krüger, das „Mädchen für alles“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ohne Benito Krüger, Technischer Leiter im Van-der-Valk-Resort Linstow, geht bei den Wiesn gar nichts.

Es ist nicht übertrieben: Wenn im Van-der-Valk-Resort Linstow die Wiesn nach den drei Veranstaltungen am 17., 23. und 24. September Geschichte sind, kann Benito „Benny“ Krüger von sich sagen, dass er mit allen 6000 Oktoberfest-Fans zu tun hatte. Zwar nicht persönlich, aber als Technischer Leiter ist er quasi als „Mädchen für alles“ eben für alles mitverantwortlich und jeder Gast kommt auf irgendeine Weise mit seiner vielschichtigen Arbeit in Kontakt. „Das beste Beispiel ist das riesige Zelt in den Ausmaßen von 75 mal 25 Metern. In dem feiern ja alle Wiesn-Besucher. Dazu kommt noch ein VIP-Zelt mit 200 Quadratmetern“, tritt der 47-Jährige den Beweis an.


„Der Erfolg trägt unsere Arbeit“


Am 9. September rollen die ersten Tieflader mit dem Equipment an. „Mit dem Aufbau des Zeltes haben wir eine Woche stramm zu tun, inklusive Heizung, Dekoration und Beleuchtung“, schildert der gebürtige Anklamer. Der übt seit der Eröffnung vor 15 Jahren im Resort diese verantwortungsvolle Funktion aus. Er schloss damals nahtlos an seine Arbeit als Mitarbeiter einer Haustechnik-Firma aus Hamburg an, die das Feriendorf mit aufbaute. Krüger: „Der damalige Bauleiter fragte mich, ob ich nicht im Resort arbeiten wolle. Ich zögerte keinen Moment und habe es bis heute nicht bereut.“

Aber Krügers Arbeitsaufwand während der Wiesn ist noch weitaus größer. „Im Küchenzelt muss alles installiert werden, die Stationen müssen bestückt werden, Tresen, Cocktailbar und WC-Anlage werden aufgebaut und auch auf die Zapfanlage habe ich ein Auge“, lässt er sich gern in die Karten gucken. Er überwacht aber auch den Transport und den Abwasch des Geschirrs. Pro Wiesn-Tag sind das mindestens 4000 Teller und das dazugehörige Besteck. In dieser Aufzählung darf eines auf keinen Fall fehlen: der Fass-Anstich mit dem Büble-Bier. Nicht auszudenken, wenn Hahn und Holzhammer bzw. das 30-Liter-Fass nicht pünktlich um 18 Uhr auf der Bühne stehen und das „O zapft is!“ nicht erschallen würde.

Als Technischer Leiter ist der Mann mit dem gezwirbelten Spitzbärtchen auch der Sicherheitsbeauftragte. In der nächsten Woche gibt es die letzten Absprachen mit der Polizei und den Sicherheitskräften. Krüger unterstützt diese wichtige Arbeit mit acht Leuten aus seiner Abteilung.

Auf Achse ist Benito Krüger aber auch, um Probleme zu lösen. „Da fällt in einer Ecke das Licht aus oder ein WC läuft über. Ein Falschparker soll sich melden und es kommt auch vor, dass ich einen Streit schlichten muss“, berichtet er. Der Gau wäre allerdings ein Stromausfall. Deshalb hat das Resort im vergangenen Jahr das Stromnetz erweitert.

Die Wiesn-Tage werden für ihn und die Mitarbeiter, auf die er nichts kommen lässt und ohne die er das alles gar nicht bewältigen könnte, natürlich sehr lang. Gegen 2 Uhr, wenn alles gereinigt ist, ist die Arbeit getan. „Dann spüre ich aber auch meine Beine nicht mehr. Als erstes ziehe ich daher zu Hause in Kuchelmiß die Schuhe aus, ehe ich mir ein Feierabend-Bier genehmige“, so Krüger. Trotzdem steht er das alles gut durch. „Der Erfolg trägt unsere Arbeit. Mir kommt die Euphorie zu Gute, die ich in mir habe, wenn ich diese großen Veranstaltungen zu meistern habe“, verrät er ein Geheimnis seiner Arbeit.



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