Angler : Beliebt: „Touri“-Fischereischein

Gut für die Seele: Zum Angeln braucht man Geduld. Es bringt Ruhe und Entspannung.  Fotos: Archiv
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Gut für die Seele: Zum Angeln braucht man Geduld. Es bringt Ruhe und Entspannung. Fotos: Archiv

Urlauber kommen zum Angeln in unsere Region und nutzen den Touristen-Fischereischein / Angelvereine sorgen für genug Fischbesatz

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06. Juni 2015, 06:00 Uhr

Angeln – für viele bedeutet dies Ruhe, Entspannung und Erholung. Immer mehr Touristen steuern deshalb unsere Region als Urlaubsziel an. Wobei seit Jahren auch in Güstrow der Touristen-Angelschein wie ein Magnet wirkt.

Bei seiner Einführung vor Jahren von so manchem einheimischen Angler geschmäht, weil den „Touris“ zum Angeln die notwendige Ausbildung fehle, wird inzwischen kaum noch darüber diskutiert. „Mittlerweile hat man sich daran gewöhnt“, meint Torsten Hill, Vorsitzender des Kreisangelverbandes Güstrow, dem derzeit 2100 Mitglieder angehören. „Die Frage bleibt aber trotzdem, warum andere dafür erst eine schwere Prüfung machen müssen“. Womit er alle die Einheimischen meint, die einen Lehrgang mit schwieriger Abschlussprüfung auf sich nehmen müssen, um den Fischereischein auf Dauer zu erhalten. Zum Touristen-Fischereischein gibt es dagegen nur einen Flyer mit einigen Grundregeln fürs Angeln und ein paar Auskünften zu Fischen in die Hand.

In Güstrow ist der für vier Wochen gültige Touristen-Fischereischein im Einwohnermeldeamt im Rathaus sowie bei der Tourist-Information am Franz-Parr-Platz erhältlich. Allein in der Güstrow-Information wurden im letzten Jahr 291 Touristen-Fischereischeine verkauft. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres waren es bisher 120. Hinzu kamen im letzten Jahr 190 und seit Beginn dieses Jahres bisher 80 Angelberechtigungen für die verschiedenen Gewässer. „Wir haben in unserem Land Verbund-Angelkarten, mit denen auf Gewässern des Landesangelverbandes in ganz Mecklenburg-Vorpommern geangelt werden kann“, erläutert Torsten Hill. In ganz MV seien im letzten Jahr so an die 50 000 Touristen-Fischereischeine ausgegeben worden, sagt er. Dieser kostet 20 Euro. „Erst wer einen Fischereischein hat, kann sich auch eine Gewässerkarte kaufen“, erklärt Torsten Hill.

Auch bei ihm im Hotel am Inselsee „Zur Grenzburg“ ist diese Karte erhältlich, die einen Überblick über alle Seen gibt, auf denen mit Fischereischein und Angelkarte geangelt werden kann. Wer will, kann bei Torsten Hill außerdem Angelkähne mit Elektromotor mieten. „Wir bringen die Boote dann auch an den gewünschten See.“

Anders als die Touristen, die gewissermaßen die Früchte der Arbeit der einheimischen Angelverbände ernten, sorgen die 14 Mitgliedsverbände im Kreisverband Güstrow außer für einen guten Zustand der Gewässer dafür, dass sich immer genug Fische darin tummeln. So wird der Inselsee von drei Angelvereinen bewirtschaftet: dem 1. Güstrower Angelverein 1923, dem Hecht Karpfen Club und dem Boots- und Angelverein Gutow . Plus Koexistenz mit einem auswärtigen Fischer, der dort hin und wieder Reusen aufstellt.

So wie die meisten anderen Ortsvereine in ihre Seen setzen auch die Güstrower jedes Jahr neuen Fischnachwuchs in den Inselsee ein. Während im Frühjahr immer junge Aale eingesetzt werden, folgen im Herbst Hechte, Schleye, Barsche und Karpfen. Nächsten Mittwoch rollen auf jeden Fall die Aale an.

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