Kreistagssitzung : Beim Seniorenbeirat bleiben Stühle leer

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Kreistag besetzte erst 17 von 23 Sitzen / Behindertenbeirat ebenfalls unvollständig

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12. Dezember 2014, 06:00 Uhr

So recht hatte der Seniorenbeirat des Landkreises noch nicht in seine Arbeit gefunden, schon war die kurze Legislaturperiode nach der Kreisgebietsreform 2011 zu Ende. Nun kann man neu durchstarten. Die Kreistagsmitglieder besetzten gestern sowohl den Seniorenbeirat als auch den Beirat für Menschen mit Behinderungen. Allerdings stehen die Zeichen nicht auf Sturm. In beiden Gremien bleiben Plätze unbesetzt. Es mangelt an Vorschlägen.

Der Behindertenbeirat besteht nun aus zehn statt 13 Mitgliedern. Das sind Wilfried Kändler, Christel Klein, Renate Krumpolt, Rolf-Dieter Küster, Hans-Joachim Lang, Egon Luth, Brigitte Paetow, Christine Reusch, Bernd Rohsmannek und Torsten Schumann.

Der Kreisseniorenbeirat hat 17 statt 23 Mitglieder. Dabei hatte der Landkreis mehrfach zur Mitarbeit aufgerufen. Die Satzung war verändert worden, so dass die Mitglieder nicht durch die Fraktionen des Kreistages vorgeschlagen wurden, sondern auf Vorschlag aus den Ämtern und den Städten des Landkreises gewählt werden sollten. „Das ist an sich auch richtig so. Wir möchten, dass aus jeder Ecke des Landkreises jemand im Beirat mitarbeitet“, erklärt Jürgen Lorenz, derzeit Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates. Von den 21 Mitgliedern des bisherigen Beirates habe er drei nie gesehen. Mit dem neuen Verfahren hatte er gehofft, dass sich für den Beirat Menschen finden, die wirklich an einer Mitarbeit interessiert sind. Die Stadt Kröpelin verzichtet auf eine Besetzung ihres Platzes im Beirat. Auf Nachmeldungen aus dem Ämtern Bad Doberan-Land, Rostocker Heide, Warnow-West sowie aus Neubukow und Graal-Müritz wartete man bis Mittwoch vergebens.

Ist so ein Seniorenbeirat doch nicht so wichtig? „Diesen Schluss könnte man ziehen. Das stimmt aber nicht“, betont der Güstrower Jürgen Lorenz. „Unsere Gesellschaft wird immer älter, auch in unserer Region. Ältere Menschen brauchen eine Interessenvertretung“, fügt er hinzu. Als Beirat wolle man u.a. die Bildung von Seniorenbeiräten in den Städten unterstützen. „Es funktioniert in Güstrow, in Krakow am See, in Kühlungsborn und Teterow. Gern würden wir Erfahrungen einbringen, um auch in Neubukow und Kröpelin Seniorenbeiräte zu bilden“, berichtet Jürgen Lorenz und denkt, dass die Bürgermeister froh sein sollten, wenn ihnen in der Sache ein Kreisseniorenbeirat zur Seite steht.

In den Seniorenbeirat wählten die Kreistagsmitglieder Eckhard Knoll, Edith Schröder, Erika Krebs, Hans-Georg Schörner, Albrecht von Lowtzow, Horst Wendt, Ursula Pfannenschmidt, Ingrid Rambow, Joachim Schauer, Fritz Vornkahl, Jürgen Lorenz, Heidemarie Sievert, Christel Voigt, Brigitte Harprath, Arnold Scholtz, Karin Stoy und Heidemarie Lübbert. Noch- Vorsitzender Jürgen Lorenz bereitet bereits eine konstituierende Sitzung für den 19. Januar vor. Diesmal soll der Beirat schneller starten.

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