25 Jahre THW Güstrow : Beim Hochwasser als Helfer dabei

Lucas Thoms, Marvin Frehse, Felix Meyer und Dany Nienkerk (v.l.) von der THW-Jugendgruppe beim Aufbau eines Dreibocks.
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Lucas Thoms, Marvin Frehse, Felix Meyer und Dany Nienkerk (v.l.) von der THW-Jugendgruppe beim Aufbau eines Dreibocks.

THW Güstrow feiert 25 Jahre Ortsgruppe, 25 Jahre THW-Jugend und fünf Jahre Mini-Gruppe mit einem Tag der offenen Tür.

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15. Mai 2017, 05:43 Uhr

55 Jahre gibt es den Ortsverband Güstrow des Technischen Hilfswerks (THW) schon? Ortsbeauftragter Mathias Safhöfer schüttelt den Kopf und erklärt: „Der Ortsverband Güstrow wurde vor 25 Jahren gegründet. Ebenso lange gibt es die THW-Jugend. Und seit fünf Jahren können wir stolz auf eine THW-Mini-Gruppe verweisen, also feiern wir insgesamt 55 Jahre THW in der Barlachstadt.“

Mathias Safhöfer, seit 1996 im THW Güstrow und seit 2006 Ortsbeauftragter, erinnert an spektakuläre Ereignisse, bei dem die Helfer aus der Barlachstadt zum Einsatz kamen. So 1997 beim Oderhochwasser oder 2002 beim Elbehochwasser. Aber auch in der Region gab es für das THW viel zu tun. „Wir wurden eingesetzt beim Deichbruch am Güstrow-Bützow-Nebelkanal, bei der Brandserie, von der Güstrow vor ein paar Jahren betroffen war, beim Schneechaos 2011 oder vor zwei Jahren beim Tornado in Bützow“, zählt der Ortsbeauftragte auf. Dazu kommen zahlreiche Feste, die das THW bereichert oder absichern hilft und auch für den nächsten G20-Gipfel erwartet Safhöfer Anforderungen.

Im vergangenen Jahr leistete jeder ehrenamtliche Helfer im THW Ortsverband Güstrow zirka 214 Stunden. Nicht zuletzt deshalb versicherte Michael Teuber, Leiter der THW-Geschäftsstelle Schwerin, in seinem Festvortrag, dass das gegenwärtig diskutierte Konzept zur Neuausrichtung des THW ein klares Bekenntnis zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements beinhalte. Verdienstvolle Helfer wurden während der Festveranstaltung ausgezeichnet. So erhielt Gründungsmitglied Günter Alisch das Ehrenzeichen des THW in Bronze. Eine Urkunde für 25 Jahre aktiven Einsatz bekamen Holger Mawick und Klaus Neukirchner. Silvia Alisch und Christoph Kupke wurden mit dem Helferabzeichen in Gold mit Kranz geehrt, Helmgard Leucht und Philipp Neukirchner mit dem Helferabzeichen in Gold.

Besonders stolz sind die Güstrower, dass 1992 auch eine THW-Jugendgruppe gegründet wurde. Es war die erste in Mecklenburg-Vorpommern. Seit fünf Jahren gehört Marvin Frehse dazu und hat es inzwischen zum Jugendgruppenleiter gebracht. „Als ich elf Jahre alt war, wollte ich mir ein Hobby suchen und hatte zunächst an die Jugendfeuerwehr gedacht. Aber als ich dann an dem Gelände des THW vorbei kam, hat mich die Technik und die Aussicht, Menschen helfen zu können, fasziniert und ich bin dabei geblieben“, erinnert er sich. Inzwischen ist Marvin 16 Jahre alt und verstärkt die aktiven Helfer des THW.

Eine Zäsur erlebt gerade auch die Mini-Gruppe. „Acht Kinder sind in die Jugendgruppe gewechselt. Also konnten wir die Warteliste für die Minis – dort nehmen wir Kinder von sechs bis zur Vollendung des neunten Lebensjahrs auf – etwas verkürzen“, sagt Leiterin Silvia Alisch. Nach der Festveranstaltung am Sonnabend präsentierten die Helfer bei einem Tag der offenen Tür ihre Technik und beantworteten Fragen der Besucher.




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