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Jugendrotkreuz-Kreiswettbewerb : Bei Jungsanitätern in guten Händen

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Beim Jugendrotkreuz-Kreiswettbewerb kämpften Sonnabend 45 Jugendrotkreuzler sowie Schulsanitätsgruppen um den DRK-Wanderpokal. Für die Kinder ist dieser Wettbewerb immer der Höhepunkt des Jahres.

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erstellt am 14.Okt.2012 | 05:52 Uhr

Güstrow | Eine junge Frau ist in ihrer Wohnung schwer gestürzt und liegt regungslos am Boden. Die Ersthelfer Tobias Ulbrig (18) und Henning Vergin (16) müssen in Sekundenbruchteilen richtig handeln. Während Tobias sofort eine gefährliche Stromquelle ausschaltet, leitet sein Partner Henning die ersten Rettungsmaßnahmen ein. Das Opfer ist bewusstlos. Mit gekonnten Griffen bergen die beiden Jungsanitäter die Frau, legen sie in die stabile Seitenlage und setzen routiniert den Notruf ab. Was für Tobias Ulbrig und Henning Vergin in diesem Fall lediglich eine Übung mit Wettkampfcharakter darstellt, könnte jedoch jederzeit zur Realität werden. Um auf genau solche Situationen vorbereitet zu sein, trafen sich deshalb 45 Jugendrotkreuzler sowie verschiedene Schulsanitätsgruppen aus dem Altkreis Güstrow am Wochenende im DRK-Ehrenamtszentrum Güstrow zum zum Leistungsvergleich.

Kreiswettbewerb immer Höhepunkt des Jahres

"Für die Kinder ist dieser Kreiswettbewerb immer der Höhepunkt des Jahres", hebt Holger Becker, Ehrenamtskoordinator des DRK, die Bedeutung der Veranstaltung hervor. Im Mittelpunkt steht dabei, das in vielen Übungsstunden erlernte Wissen in die Praxis umzusetzen. "Nicht zuletzt wollen wir unsere Nachwuchskräfte so auf den Ernstfall vorbereiten", betont Becker. Für die sieben Teams aus Güstrow, Laage und Bützow, die in zwei Altersklassen an den Start gingen, hieß es acht Stationen möglichst gut zu bewältigen, um viele Punkte für den Gewinn des Wanderpokals zu sammeln. Neben einem Treppensturz mussten sie z. B. auf einen Sportunfall reagieren oder zwei Verletzte eines Fahrradunfalls bergen und medizinisch versorgen. Zu den jüngsten Teilnehmern gehörten die Güstrower Hannes Köhler (9) und Ole Rückriem (11), die mit ihrem Team der Jugendrotkreuzgruppen des Ehrenamtszentrums Güstrow um den Sieg kämpften. Und auch der 15-jährigen Jennifer Jörss aus Bützow verlangten die anspruchsvollen Aufgaben ihr gesamtes Wissen ab. "Es ist schon nicht ganz einfach, immer alles im Blick zu haben. Deshalb ist dieser Leistungsvergleich eine ganz besondere Herausforderung", sagte die Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. "Ich habe durch die Arbeit beim Jugendrotkreuz meine soziale Ader entdeckt und möchte nach der Schule eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin machen", so die 15-Jährige.

Die erste Hilfe bereits zum Beruf gemacht haben hingegen die Rettungsassistenten Susen Bohnsack und Danny Maser. Gemeinsam mit 22 weiteren Kollegen gehörten die beiden DRK-Mitarbeiter deshalb zu den vielen freiwilligen Helfern, die etwa Unfallopfer mimten, als Wertungsrichter fungierten oder Tee sowie das Mittagessen bereit stellten. "Den Ehrenamtlern gebührt neben den Teilnehmern der größte Dank, denn ohne sie wäre die Umsetzung des Kreiswettbewerbes gar nicht möglich", würdigt Becker den Einsatz seiner Kollegen.

Der DRK-Ehrenamtskoordinator zeigte sich mit den Leistungen aller 45 Teilnehmer sehr zufrieden und bescheinigte den Jungsanitätern tolle Einsatzbereitschaft sowie ein gutes und hohes Niveau. Den großen Wanderpokal der Stufe I (bis 12 Jahre) durfte am Ende das Team der Jugendrotkreuzgruppe Güstrow, dicht gefolgt von der Gruppe Laage I, mit nach Hause nehmen. Bei den älteren Teilnehmern bis 16 Jahren triumphierte die Mannschaft Laage III vor dem Schulsanitätsdienst Bützow und der AG Junge Sanitäter Bützow. Auf den weiteren Plätzen landeten die Schulsanitäter des Güstrower Brinckman-Gymnasiums vor Laage II.

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