Güstrow : Bei Bränden und Unwettern geholfen

Brandschutz-Ehrenzeichen für 25 Jahre Dienst in der Feuerwehr überreichte Wehrleiter Markus Paschen den Brüdern Peter und René Schröder (von rechts).
Brandschutz-Ehrenzeichen für 25 Jahre Dienst in der Feuerwehr überreichte Wehrleiter Markus Paschen den Brüdern Peter und René Schröder (von rechts).

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow: Kameraden aus der Barlachstadt mussten 2017 zu 220 Einsätzen ausrücken.

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26. Februar 2018, 05:00 Uhr

Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Barlachstadt Güstrow Sonnabend im Gerätehaus in der Landesbrandmeister-Bever-Straße. Es ist der Beginn des 150. Gründungsjahres, in dem die Wehr noch jede Menge Aktivitäten geplant hat. Zunächst aber ließ Wehrleiter Markus Paschen in seinem Bericht das vergangene Jahr Revue passieren. Insgesamt registrierte die Wehr 220 Alarmierungen, wovon 119 Einsätze auf Technische Hilfeleistungen und 101 auf Brandeinsätze entfielen. Als Vergleich die Zahlen für alle Feuerwehren des Landkreises Rostock: Da entfielen von den 1850 Einsätzen 1290 auf Technische Hilfeleistungen und 560 auf die Brandbekämpfung.

Paschens Bericht offenbarte die ganze Bandbreite der Einsatzgründe. Der Wehrführer schilderte das dramatische Geschehen in der Nacht zum 11. Februar, als der Dachstuhl in der Gleviner Straße 3 in voller Ausdehnung brannte. „Durch den massiven Löschangriff von drei Seiten aus konnte auch die Ausbreitung auf das Haus Nummer 4 verhindert werden und das bei dieser engen Bebauung der Innenstadt, wo Brandwände in dieser Art und Weise keineswegs vorzufinden sind“, berichtete der Wehrleiter. Er führte weitere Einsätze an, in denen die Kameraden zu Verkehrsunfällen gerufen wurden, Brände in der Häuslichkeit oder in Gartenlauben löschen mussten oder ihre Hilfe nach Unwettern gefragt war. So musste die Wehr an einem Tag im Sommer, als Wassermassen Keller, Straßen und Plätze überflutet hatten, innerhalb von drei Stunden 30 Einsätze im Stadtgebiet ausführen.

Ähnlich war es zu den Herbststürmen, als Bäume entwurzelt, Häuser beschädigt und Verkehrswege unpassierbar wurden. „In solchen Situationen ist es wichtig, die vorgehaltenen Ressourcen, auch diejenigen, die sich außerhalb der Organisationsstruktur der Feuerwehr befinden, einzusetzen“, betonte Markus Paschen die Notwendigkeit einer klugen Koordination aller Rettungsmöglichkeiten.

In seinem Grußwort dankte Stadtrat Andreas Brunotte den Kameraden für ihr Engagement. Worte des Dankes richtete er auch an die Arbeitgeber der Feuerwehrleute und an ihre Familien. Der Jugendwehr überreichte er eine Spende. Durch vier Neuaufnahmen – drei aus der Jugendwehr und ein „Quereinsteiger“ – erhöht sich die Zahl der Kameraden in den Einsatzgruppen. „Da bewegen wir uns entgegen dem Trend in Mecklenburg-Vorpommern“, freute sich der Wehrführer.

Christian Menzel

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