zur Navigation springen

Hospizdienst Güstrow : Begleiter auf dem Weg in den Tod

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ehrenamtler im Ambulanten Hospizdienst Güstrow trafen sich nach einem anspruchsvollem Jahr / Wechsel an der Leitungsspitze

Einen Personalwechsel meldet der Ambulante Hospizdienst „Christophorus“ Güstrow: Heidi Hahnemann, die seit 2006 die Einrichtung leitete, hat die Barlachstadt verlassen und steht für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung. Manuela Engler in Güstrow und Sabine Büssow in Teterow, die beim Hospizdienst angestellt sind, fungieren vorläufig als Ansprechpartnerinnen, bis die Struktur der von Caritas und Diakonie getragenen Einrichtung zum Ende des Jahres neu geordnet werden soll.

Ihnen zur Seite stehen 46 ehrenamtliche Mitarbeiter. Das ganze Jahr über sind die für andere im Einsatz, jetzt trafen sie sich einmal, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Sie besuchten das Apothekenmuseum in Schwaan, waren in der Kunstscheune und zum gemeinsamen Essen zusammen. Inge Faix hatte sich dieses Programm für die ehrenamtlichen Mitstreiter überlegt. Die Schwaanerin gehört seit sieben Jahren zum Team. Nach 22 Jahren Arbeit im Pflegeheim weiß sie, wie gut es ist, wenn es auf dem letzten Lebensweg eine Begleitung gibt. „Das Sterben kann so ganz anders sein, wenn es zu Hause im familiären Raum möglich ist“, ist Regina Graw überzeugt. Die Bützowerin arbeitet auf der Paliativstation in der Warnow-Klinik. Persönliche Gründe führten die 52-Jährige zum Hospizdienst.

Die Hospizhelferinnen und -helfer sind bei den Kranken, sitzen am Bett, hören zu oder lesen vor und haben Zeit für Gespräche. Dafür werden die Frauen und Männer ausgebildet und treffen sich alle vier Wochen in Güstrow. Hier gibt es ebenso die Möglichkeit des Austausches. Erst seit zwei Jahren ist Susann Pilz (46) als ehrenamtliche Hospizhelferin dabei. „Inge Faix hat mich dazu gebracht“, erzählt sie. Als Krankenschwester in Waldeck habe sie aber schon immer gern Menschen betreut. Doch auch die Gruppe der Mitarbeiter mache diese Arbeit besonders. „Wir halten wie eine große Familie zusammen“, sagt Susann Pilz. Vom ersten Ausbildungskursus an gehört Maria Lippert dazu. Für sie ist es eine wertvolle Arbeit, meint die Güstrowerin: „Wir dürfen dafür sorgen, dass der letzte, oftmals so schwere Weg dennoch ein guter sein kann.“ Sie möchte Sterbenskranken das Gefühl geben, dass niemand vor dem Tod allein sein muss. Und Maria Lippert sieht nicht nur das Dasein für andere beim Hospizdienst: „Wir lernen hier auch ganz viel für uns und für das Leben. Wir lernen die schönen Seiten des Lebens neu sehen.“  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen