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SVZ-Serie „Ehrensache“ : Begeisterung der Kinder motiviert sie

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: Die 52-jährige Silvia Alisch aus Güstrow arbeitet ehrenamtlich beim Technischen Hilfswerk und leitet die Mini-Gruppe

Die Ehrenmedaille des Landkreises in Silber hat sie für ihr ehrenamtliches Engagement kürzlich erhalten. Das aber steht für Silvia Alisch aus Güstrow nicht im Vordergrund. Die 52-Jährige baute beim Technischen Hilfswerk in Güstrow eine Mini-Gruppe auf und ist gemeinsam mit Helmgard Leucht seit 2011 für diese zuständig. „Die Begeisterung der Kinder ist es, die mich motiviert, immer weiter zu machen“, sagt sie. Die beiden Mitarbeiter bereiten die Kinder der Gruppe vor, später in der THW-Jugendgruppe mitzuwirken. Einige sind bereits den Minis entwachsen und in die Jugend aufgenommen worden.

Zweimal im Monat, jeden zweiten und vierten Freitag, zwei Stunden Aktion mit den Sechs- bis Zehnjährigen scheint auf den ersten Blick nicht viel. Doch Silvia Alisch hat mit diesem Ehrenamt einen ganzen Packen Arbeit übernommen. „Die Vor- und Nachbereitung sieht kaum jemand“, sagt die gebürtige Güstrowerin. Bevor es an die Gründung einer solchen Mini-Gruppe gehen konnte, musste sie gemeinsam mit ihrer Mitstreiterin überlegen, wie sie die Zeit mit den Kindern gestalten wollten. Es sei gar nicht so einfach gewesen, ein Konzept zu entwickeln.


Knotenlehre mit den Kleinen


Inzwischen reicht die Zeit kaum aus. Oftmals wird der Sonnabend für eine größere Aktion verplant. Da geht es schon mal mit dem Förster in den Wald oder in den Vogelpark Marlow. „Im Winter sind wir meist in unseren Räumen, führen die Kinder auch schon mal an die Technik des THW heran“, erzählt die 52-Jährige. Zum Beispiel wird den „Kleinen“ bereits die Knotenlehre „Stiche und Bunde“ vermittelt, die jedes THW-Mitglied, auch in der Jugendgruppe später beherrschen muss.

Als die Idee aufkam, ein Pilotprojekt mit einer Mini-Gruppe in Güstrow ins Leben zu rufen, stand fest, dass eine erfahrene Mutter diese leiten könnte. Silvia Alisch, die als Stadtteilbetreuerin bei der Wohnungsgesellschaft arbeitet, hatte bis dahin ihren Mann Günter in der Jugendarbeit unterstützt. Erst auf Drängen habe sie nachgegeben, diese zusätzliche Arbeit zu übernehmen. Nun musste sie einige Weiterbildungen und Wochenendseminare besuchen, um beispielsweise Fahrzeuge des THW zu führen oder auch um eine Kindergruppe leiten zu dürfen. Seit 2012 gehört sie zum THW ebenso wie zur THW-Helfervereinigung.

Beim THW ist ihr zweites Zuhause, obwohl sie mit vier Kindern, vier Enkelkindern und einem Garten eigentlich genug zu tun hätte. „Doch ich möchte auch nicht mehr zurück“, sagt sie. Inzwischen gibt es eine Warteliste, weil die Gruppe nicht aus mehr als zehn Kindern bestehen kann. Einige Eltern unterstützen die Aktivitäten und bringen sich mit ein. Kürzlich wurde unter anderem eine THW-Laterne gebastelt, die dann beim großen Laternenumzug zum Einsatz kam. In Kürze steht eine große Halloween-Party mit Übernachtung an und dann müssen schon wieder Pläne für das kommende Jahr gemacht werden. Doch auch da werden die Ideen Silvia Alisch nicht ausgehen.

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