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Interkulturelle Woche : Begegnungen in der Südstadt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Aktionstag anlässlich der Interkulturellen Woche im Landkreis – Angebote gibt es noch bis zum 19. Oktober.

Mit einem Aktionstag wurde gestern in der Güstrower Südstadt eine weitere Begegnungsmöglichkeit anlässlich der Interkulturellen Woche im Landkreis angeboten. Die nunmehr zweite Ausgabe dieses Tages wurde von zahlreichen Mitstreitern verantwortet und gestaltet. An Ständen gab es unterschiedliche Angebote, die von den Kindern und Erwachsenen genutzt werden konnten. „Wir möchten Hemmschwellen abbauen“, sagte Karen Larisch von der Villa Kunterbündnis. Sie ist bei diesem Aktionstag gern dabei, denn ihr ist die Arbeit wichtig. So hat sie eine Netzwerkstelle aufgebaut, die in der Villa Kunterbündnis angesiedelt ist und alles ehrenamtliche Engagement und die damit verbundenen Angebote bündeln soll. Auch eine Zeitung ist geplant, die von Flüchtlingen selbst gestaltet werden soll.

Dicht umringt war der Stand vom Christlichen Jugenddorfwerk Nord. „Die Freundschaftsarmbänder wurden schon im vergangenen Jahr gern gebastelt“, erinnert sich Marion Träger, die im Migrationsdienst tätig ist. In diesem Jahr hatte sie Jugendliche dabei, die im Integrationsprozess stecken und gerade ein Berufsvorbereitungsjahr in der Beruflichen Schule absolvieren. Hier wurde auch Torwandschießen angeboten.

Die Polizei hatte gemeinsam mit der Verkehrswacht einen Fahrradparcours aufgebaut und am Stand des Hortes der Schule am Inselsee ging es darum, möglichst viele Dosen mit einem Ball zu treffen. Der Filmklub bot die Technik und übernahm die Moderation. So wurde unter anderem Francisco Mucauque interviewt, der schon seit 1988 in Deutschland lebt. Er kam aus Mosambik und kennt das „Fremdsein“ gut. „Ich würde mir wünschen, dass die Katalogisierung aufhört. Wichtig ist, dass man sich akzeptiert, nur dann kann man zusammen wachsen“, sagt der 52-Jährige.

Luftballons wurden wegen des starken Windes diesmal nicht in den Himmel geschickt. Aber zum Tag des Flüchtlings am 31. Oktober sollen die gestern gezeichneten Bilder der Kinder auf dem Marktplatz gezeigt werden und dann sollen Drachen in den Himmel steigen.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche gibt es in den kommenden Wochen noch weitere Angebote. So wird heute im Jugendklub „Yellow-Fun-Box“ der Arbeiterwohlfahrt von 14 bis 17 Uhr ein Nachmittag unter dem Motto „unsere Welt schmeckt bunt“ angeboten. Am Sonntag gibt es einen Gottesdienst zum Erntedank mit dem Thema „Tansania“. Den Abschluss der Interkulturellen Woche bildet das Schulunterrichtsprojekt „Migration und Integration in Deutschland“ an der Thomas-Müntzer-Schule am 18. und 19. Oktober.



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