Bedürftigkeit eher männlich

1157 Menschen im Landkreis Rostock erhielten laufende Hilfen zum Lebensunterhalt

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01. August 2015, 02:49 Uhr

Viele Menschen sind auf Unterstützung aus den Sozialtöpfen des Bundes angewiesen. Von denen gibt es mehrere: Neben Hartz IV Grundsicherungsleistungen, Hilfen zur Gesundheit und zur Pflege sowie Eingliederungshilfen. Wer da noch durch die Maschen rutscht, den bewahrt die „laufende Hilfe zum Lebensunterhalt“ (HzL/Sozialhilfe im engeren Sinne), wie das im Amtsdeutsch heißt, als unterste Ebene des sozialen Netzes vor dem Absturz. 1157 Menschen im Landkreis Rostock waren Anfang des vergangenen Jahres auf diese Leistung angewiesen, 120 mehr als noch im Jahr zuvor.

Die Hilfe zum Lebensunterhalt hilft Menschen, die weder Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) noch auf Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung hat. Auch Minderjährige unter 15 Jahren, die nicht im Haushalt der Eltern, sondern bei Verwandten leben, sind anspruchsberechtigt, wenn Einkünfte fehlen. Ebenso Bewohner in stationären Einrichtungen der Pflege, der Altenhilfe oder der Eingliederungshilfe für Behinderte, deren eigenes Einkommen und Vermögen nicht ausreicht, die Kosten der Unterkunft zu zahlen. Im Landkreis Rostock lebten 67,3 Prozent der Hilfe-Empfänger in einer Einrichtung wie einem Wohn- oder Pflegeheim, also 779 der 1157 Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt. Gegenüber dem Vorjahr mit 1037 Personen kletterte hier die gesamte Empfängerzahl um 120 oder 11,6 Prozent.

Die laufende Hilfe zum Lebensunterhalt soll den Grundbedarf decken, mehr nicht. Dazu zählt Paragraph 27a Sozialgesetzbuch XII „insbesondere Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens sowie Unterkunft und Heizung“.

Nach Altersgruppen gestaffelt, entfielen im Landkreis Rostock zuletzt 106 Empfänger auf die Gruppe der unter 18-Jährigen. Weitere 857 waren im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 65 Jahren und 194 hatten den 65. Geburtstag bereits hinter sich. Acht Menschen waren ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Das entspricht einer Quote von 0,7 Prozent (Bund: 6,4 Prozent). Nicht nach Pass, sondern nach Geschlechtern betrachtet, sagen die Zahlen, dass die Bedürftigkeit im Landkreis mehr männlich als weiblich ist Die Frauen machten mit 508 Empfängerinnen im Landkreis 43,9 Prozent der Gesamtzahl.

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