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Güstrower Tafel : Bedürftige auf Tafel angewiesen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Tafel versorgt mehr als 1400 Menschen mit Lebensmitteln / Nach SVZ-Aufruf meldeten such neue ehrenamtliche Helfer

von
erstellt am 13.Okt.2014 | 06:00 Uhr

„Manchmal reicht die Schlange der Bedürftigen über unseren ganzen Hof bis zum Tor“, sagt Gabriele Kempke. Der Andrang bei den Ausgabezeiten der Güstrower Tafel ist immer groß. Vor allem seit die Tafel vor einem Jahr in die Südstadt umgezogen ist. „Immer mehr Rentner und auch Familien mit Kindern kommen zu uns“, hat die Vorsitzende der Tafel festgestellt. Für viele Menschen in und um Güstrow ist die Tafel mittlerweile zu einer unverzichtbaren Einrichtung geworden. Mehr als 1400 Leute versorgt der „Verein zur Unterstützung der bedürftigen Menschen unserer Stadt und auf dem Land“ jeden Monat mit frischen Lebensmitteln sowie Dingen des täglichen Bedarfs.

Sonnabend stellte die Güstrower Tafel ihre Arbeit bei einem Tag der offenen Tür vor. Gabriele Kempke und Heidi Morlang, die 2. Vorsitzende der Tafel, sind dabei auch immer auf der Suche nach neuen Helfern. „Ein Aufruf in der SVZ hat uns dabei sehr geholfen. Spontan haben sich zwei jüngere Leute gemeldet, die schon Montag bei uns anfangen wollen“, freut sich Gabriele Kempke. „Dringend brauchen wir vor allem Fahrer“, ergänzt Heidi Morlang. Erst vor kurzem konnte die Tafel mit Hilfe der SVZ einen neuen Kleintransporter anschaffen. Denn wöchentlich ist die Tafel auch auf den Dörfern rund um Güstrow unterwegs, um Lebensmittel zu verteilen.

Brot, Obst, Wurst, Kochgemüse oder Süßwaren – die Tafel ist über jede Spende dankbar. Die wichtigsten Sponsoren sind dabei die Discounter und Geschäfte in Güstrow. „Die rufen bei uns an und wir holen die Ware dann ab, sortieren sie und geben sie aus“, erklärt Gabriele Kempke. „Die Zusammenarbeit klappt super. Wenn wir die großen Discounter nicht hätten, könnten wir zumachen.“

Wer Lebensmittel von der Tafel haben möchte, muss sich zuvor im Pfahlweg in der Südstadt anmelden. „Wir prüfen die Bedürftigkeit und dann dürfen die Leute bei uns Waren holen“, sagt Gabriele Kempke. Für 1,50 Euro gibt es eine Tüte voller Lebensmittel, Kinder müssen nichts bezahlen. Zusätzlich beliefert die Tafel auch das Frauenhaus, die Asylbewerberheime sowie das Obdachlosenheim in der Barlachstadt.


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