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Güstrow : Bedeutung auch der kleinen Dinge entdecken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Ausstellung von Lothar Brockmöller wurde gestern im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow eröffnet.

Seit gestern sind im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) Fotografien von Lothar Brockmöller aus Güstrow zu sehen. „Ich habe mich mit Dingen beschäftigt, die man sonst oft übersieht“, erklärt der 59-Jährige. Darum stellte er die Schau unter das Motto „Eine ART zu sehen“ und vergleicht seine Fotos mit dem Blick in den Himmel, an dem die Wolkengebilde auch manchmal einer Figur, einem Schaf oder einem Gesicht ähneln. Welche Strukturen Lothar Brockmöller in seinen Fotos sieht, können die Besucher bis Mitte September von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr begutachten und auch eigene Strukturen entdecken.

Der gebürtige Dömitzer entdeckte in einer kleinen Fraßspur an einem Blatt eine Figur, hielt einen Blick zwischen Bäumen zum Himmel fest und stellt auch Fotos mit Baumrinden aus. „Man kann sich schon wundern, wie viel man zu sehen bekommt, wenn man genau hinschaut“, sagt Lothar Brockmöller, der sich schon lange Zeit nebenberuflich mit Fotografie, Grafik und Objektkunst beschäftigt. Seit 2012 hatte er die Fotos auf der Festplatte „schmoren“ lassen, bis er sich vor ein paar Wochen an sie erinnerte. „Ich dachte, jetzt wäre es an der Zeit, sie den kritischen Blicken der Betrachter auszusetzen“, so der verheiratete zweifache Familienvater.

Nach seinem Physikstudium in Jena kam Lothar Brockmöller nach Güstrow, um hier als Forschungsingenieur an der Hochschule zu arbeiten. Seitdem ist der 59-Jährige der Barlachstadt treu geblieben, auch wenn er 13 Jahre im Staatlichen Amt für Umwelt und Natur Parchim/Lübz tätig war. Seit 2004 ist er Mitarbeiter im Lung. Die Liebe zur Natur ist schon im Kindesalter gereift. So ist es nicht verwunderlich, dass er sich ehrenamtlich im Naturschutz engagiert. Hier diente ihm die Fotografie als Mittel zur Dokumentation.

Schon an zahlreichen Ausstellungen beteiligte sich Brockmöller, beispielsweise an „Kunst und Umwelt“ in Güstrow. Seine jetzige Schau will den Betrachter ermutigen, einmal genau hinzuschauen. Denn davon ist der Güstrower überzeugt: „Erst wenn wir den kleinen Dingen Bedeutung beimessen, kann das Große gelingen.“

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