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Hans-Jürgen Kowalzik : Beatles-Fan im (Un)Ruhestand

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Hans-Jürgen Kowalzik / Das Urgestein der Schweriner Volkszeitung in Güstrow hört auf – oder doch nicht?

Die SVZ-Lokalredaktion Güstrow verabschiedet heute ihren langjährigen Leiter, Hans-Jürgen Kowalzik, aus dem Redaktionsalltag in den (vermutlichen Un-)Ruhestand. Wir stellten ihm zum Abschluss seines beruflichen Lebens 20 Fragen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Kowalzik: Ich liebe das Meer. Einer der schönsten Flecken ist für mich das Fischerdörfchen Vitt auf der Insel Rügen. Allerdings stört mich seit der Wende dort ein Zigarettenautomat.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Die Poller in der Innenstadt entfernen, damit der Pkw-Verkehr wieder uneingeschränkt fließen kann. Außerdem würde ich bei den jetzigen Preisen für Taxis das Linksabbiegen in der Hollstraße gestatten. Und ganz wichtig: dem Volk mehr aufs „Maul“ schauen.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In der Natur, vor allem in der schönen Güstrower und Krakower Umgebung. Mit dem Fahrrad funktioniert das am besten.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich bin im St.-Jürgensweg groß geworden. Da gibt es die Speicher. Zu DDR-Zeiten wurde dort vor allem Getreide gelagert. Ich half in den Ferien beim Abladen der Säcke, oft auch noch von Pferdegespannen.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für ein Kofferradio Stern 111 mit Holzgehäuse. Das klang besser als die Plaste-Ausgabe. Das habe ich übrigens heute noch und es funktioniert sogar. Eine schöne Erinnerung.

Was würden Sie gerne können?
Sehr gut Englisch sprechen.

Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit, Überheblichkeit und Missgunst.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über Videos, die ich per Whatts App bekomme. Anke Engelke, Jürgen von der Lippe und Satire-Häppchen aus der Heute-Show gehörten dazu.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Mal wieder zu spät ins Bett gegangen. Aber der Film „Wüstenblume“ ließ mich nicht los.

Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Meine Frau. Sie hat zweimal eine schwere Krankheit besiegt. Dabei hat sie so viel Kraft bewiesen, wie ich sie, glaube ich, nicht aufgebracht hätte.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Aus aktuellem Anlass, Stichwort NSA, noch einmal „1984“ von George Orwell.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Nachrichtensendungen wie „Heute“ und „Tagesschau“ und die Zusammenfassung der Bundesliga-Spiele.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Beim Fußball. Ich bin auch in schweren Zeiten bekennender Hansa-Fan.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Als Journalist hat man da ja Möglichkeiten. Ich hatte schon einmal die Gelegenheit Sir Peter Ustinov zu treffen. Das war zwar Zufall. Aber er war ein Wunschkandidat. Aktuell wäre es Til Schweiger, nach seinem Film „Honig im Kopf“. Den habe ich mit meiner Enkelin gesehen. Wir haben beide geweint und gelacht und uns manchmal die Hände gedrückt.

Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich koche nicht, weil ich es nicht kann und weil ich mich auch nicht dafür interessiere. Auf den Tisch kommen meist deutsche Gerichte, zu denen für mich aus der Familientradition vor allem Hefeklöße mit Schweinebraten und Rotkohl sowie Pflaumenklöße und Königsberger Klopse gehören. Meine Frau beherrscht das meisterhaft.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Als Beatles-Fan fällt es mir schwer ein Lied hervorzuheben. Aber trotzdem wähle ich eins aus: „I want to hold your hand“, und zwar die Live-Aufnahme von 1965 aus dem Shea Stadium in New York. Sie verbindet mich mit der Zeit, als ich 1966 in einer Band, den „Herolds“, begann Musik zu machen.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Das war 1971 nicht alltäglich als mir meine Oma einen Wartburg 312 schenkte. Den baute ich später zu einem Wartburg 353 um und fuhr ihn bis 1986.


Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich bin Biker und möchte die Kult-Route 66 in den USA fahren, auch wenn sie nicht mehr so empfohlen wird. Die meisten favorisieren mittlerweile den Highway Nummer 1. Schauen wir mal.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Das ist ja eine ganz aktuelle Frage, die ich gern beantworte. Bei guter Gesundheit wollen meine Frau und ich viel reisen, sowohl weitere Touren mit dem Flugzeug, aber auch mit unserem Wohnwagen. Aber ich werde mich auch beschäftigen, z.B. als Mitarbeiter der SVZ, denn ganz kann ich von meinem Beruf als Journalist natürlich nicht lassen.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Meinem Schwager Helmut Neumann. Er war Lehrer an der Lokfahrschule Güstrow. Das Besondere ist aber, dass er heute noch deutschlandweit und über die Grenzen hinaus für Traditionsbahnen Dampflokführer ausbildet, darunter gerade jetzt in Koblenz welche für den „Adler“, die erste Dampflok Deutschlands.

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