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Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 23:34 Uhr

Integration : BBV gibt Flüchtlingen Arbeit

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bis Ende April nimmt der Bützower Berufsbildungsverein zwei Kleinprojekte in Angriff

Der Bützower Berufsbildungsverein (BBV) stellt einmal mehr sein soziales Engagement unter Beweis und startete die Projekte „Herstellung von Kleinstmöbeln für den Bedarf von Asylbewerbern“ und den „Ausbau eines Wikingerbootes“.

Seit Wochenbeginn werden vier Ukrainer von Tischlermeister Rochus Richter in das Ein-mal-Eins des Handwerkes eingeführt, um Grundlagen zu schaffen. „Das sind alles wissbegierige Menschen. Sie sind voller Tatendrang und wollen was tun“, sagt BBV-Geschäftsführer Peter Müller. Die Osteuropäer sollen aber nur der Anfang sein. „Für den Februar sind schon sieben weitere Personen eingeplant“, sagt Christian Schapat, der den Flüchtlingen als Sozialbetreuer zur Seite steht. Die Herkunft ist verschieden. Die Asylbewerber kommen aus Albanien, Ägypten oder Syrien. Insgesamt 30 Mitarbeiter sollen es am Ende sein. Gefördert und somit ermöglicht werden die Projekte vom Landesamt für Gesundheit und Soziales. Bis Ende April sei Zeit, sie fertig zu stellen.

Unter Kleinstmöbeln verstehen sich z. B. eine Fußbank, ein Nachtschrank, Bücherregale oder ein Frühstücksbrett. Am Wikingerboot werden nach der Fertigstellung viele Menschen Freude haben. „Es soll Kindern oder auch Schulklassen zur Verfügung stehen. Geplant ist es, das Boot auf dem Bützower See fahren zu lassen“, sagt Peter Müller.

Der BBV-Geschäftsführer war es, der die Projekte anschob. Ende des vergangenen Jahres weilten Asylbewerber im Schullandheim Peetsch, die nach einer Beschäftigung suchten. „Aufgrund des Zustroms waren wir zum Handeln gezwungen“, sagt Müller. Für ihn müssen Wort und Tat eine Einheit bilden. So beantragte Müller zwei Kleinprojekte beim Landesamt für Gesundheit und Soziales und bekam nun Grünes Licht. „Das wird eine ganz tolle Geschichte“, ist sich Peter Müller sicher.

Neben der handwerklichen Tätigkeit erhalten die Asylbewerber nebenbei auch Deutschunterricht. Auch in der Werkstatt wird schon fleißig deutsch geübt. „Wir machen Symbole, wo der deutsche Titel für das Werkzeug steht“, erklärt Peter Müller, der den BBV vor knapp 24 Jahren mitgründete. 25 Mitarbeiter sind dort derzeit beschäftigt. „Sie haben die Flüchtlinge herzlich aufgenommen und geben ihnen ein gutes Gefühl“, sagt Peter Müller.

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