Findling : Baustellenfund ist ein Grabstein

Hier lag der Stein noch im Kiesbett der neuen Fischtreppe. Inzwischen ist er gesichert.
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Hier lag der Stein noch im Kiesbett der neuen Fischtreppe. Inzwischen ist er gesichert.

Nach SVZ-Veröffentlichung: Hebräische Inschrift wird weiter untersucht

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02. Juli 2015, 06:00 Uhr

Das Rätsel um den mit einer Inschrift versehenen „Findling“ von der Baustelle am neuen Fischaufstieg bei Parum (SVZ berichtete am vergangenen Sonnabend) hat sich zu einem kleinen Teil gelüftet. Denn so viel steht inzwischen fest: Es handelt sich – wie wir auch schon vermuten konnten – um das Fragment eines jüdischen Grabsteines. Das meint jedenfalls Uwe Seppmann, der in Loiz das Christliche Gästehaus Beth-Emmaus betreibt.

Uwe Seppmann schreibt uns: „Ich wurde (Einzugsbereich SVZ-Sternberg) durch Freunde aus Boitin auf Ihren Artikel aufmerksam gemacht. Bereits am 23. Juni wurde mir vom Archäologischen Landesamt ein Bild mit Maßangaben des Steines übersandt, mit der Übersetzungsbitte.

In Rücksprache mit Freunden in Jerusalem wurde uns deutlich, dass es sich um einen Grabstein handelt. Mittlerweile ist auch eine Beurteilung von Prof. Rösel von der Uni Rostock eingegangen. Zur Zeit haben wir einen religiösen Israeli zu Gast, dem wir das Bild vorlegen werden.“

Auf den Stein aufmerksam machte SVZ-Leser und Hobbyfotograf Andreas Scheibe. Der Klein Schwiesower schreibt an einer Heimatchronik und stöbert deshalb gerne in der Umgebung. Bei einer seiner Touren fiel ihm auf der Baustelle dieser große Stein auf. Das Fundstück ist laut Staatlichem Amt für Landwirtschaft und Umwelt inzwischen gesichert.

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