Güstrow : Bauplätze: fast täglich Anfragen

Hier, zwischen ehemaligen Kasernenbauten und Kfz-Werkstatt, wird die Zufahrt von der Rostocker Chaussee zum „Kessinerviertel“ verlaufen. Im Hintergrund steht bereits eine geforderte Schallschutzmauer.
Hier, zwischen ehemaligen Kasernenbauten und Kfz-Werkstatt, wird die Zufahrt von der Rostocker Chaussee zum „Kessinerviertel“ verlaufen. Im Hintergrund steht bereits eine geforderte Schallschutzmauer.

Weiterhin ungebremster Bedarf nach Grundstücken für Eigenheimbau in Güstrow.

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01. November 2017, 05:00 Uhr

Ein weiteres, kleines Wohngebiet für Eigenheimbauer in der Barlachstadt entsteht im Kessinerviertel. Seit rund zehn Jahren schon steht das private, brach liegende Gelände zwischen Neukruger Straße und der Zufahrt zur einstigen PGH Motor, Rostocker Chaussee und den Standorten für Feuerwehr und THW auf der Planungsagenda für die Stadt. Seit Anfang Oktober nun laufen die Erschließungsarbeiten.

Bis Weihnachten, so hofft Projektentwickler Falk Böhm, könnten Stadtwerke und Abwasserbetrieb ihre Leitungen im Boden haben. Wenn dann der Straßenbau beginnen kann und das Wetter mitspielt, könnte im Frühsommer Baustart sein für die Bauherren. Platz ist auf dem Flecken für 13 Grundstücke zwischen 550 und 710 Quadratmetern. Eine Schallschutzmauer, um das kleine Quartier zu Feuerwehr und THW hin abzuschirmen, steht bereits.

Viel mehr außer einigen Einzelstandorten wird die Kreisstadt im kommenden Jahr Bauwilligen nicht anbieten können. In den beiden erschlossenen Bauabschnitten im Hengstkoppelweg ist nichts mehr frei, informierte Bürgermeister Arne Schuldt. Und auch am anderen Ende der Stadt, im 50 Grundstücke umfassenden „Inselseeblick“, wären gerade noch eine handvoll Grundstücke zu haben. Hier hat kürzlich der Straßenbau begonnen. Für den so genannten Petershof, wo zwischen Bredentiner Weg und Friedhof immerhin 60 Bauplätze entstehen sollen, ist die Planung noch nicht so weit. Die „Erweiterung“ der Wohnbebauung auf der anderen Seite des Pfahlweges („Alte Gärtnerei“) noch nicht über das Ideenstadium hinaus. Ähnlich sieht es im „Stahlhof“, mit 90 möglichen Grundstücken dem größten, nicht erschlossenen Baugebiet innerhalb der Stadt, aus sowie in der Prahmstraße/Lange Stege (20 Grundstücke). Auch die Situation auf dem Sportplatz im Fischerweg – der Platz böte für 30 Häuser – ist nach wie vor in der Schwebe.

Aber „der Bedarf ist da“, weiß Bürgermeister Schuldt. „Bei der Abteilung Gebäudemanagement sind im dritten Quartal 20 konkrete Anfragen nach bestimmten Bauplätzen eingegangen. Allgemeine Anfragen nach Bauplätzen gehen fast täglich ein“, berichtet Schuldt. Auch deshalb bringt der Bürgermeister erneut das rechtskräftige Baugebiet Kattenberg III ins Spiel. Hier, ganz am Rande des Ortsteils Suckow, könnte es 34 weitere Grundstücke für Eigenheimbauer geben. Einziges Hindernis ist eine Erdgasleitung, die quer durch das Gelände verläuft und verlegt werden müsste. „Wir sind in Verhandlung mit dem Leitungsbetreiber“, gibt Schuldt Auskunft. Die Frage ist, ob eine Umverlegung der unterirdischen Rohre wirtschaftlich möglich ist. Schuldt: „Es würde die Erschließung auf jeden Fall verteuern.“ Häuslebauer könnten auf Suckow-Kattenberg III aber frühestens 2020/21 hoffen.

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