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Güstrow : Bau des „Fährhauses“ auf dem Weg

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Die „Grenzburg GbR Torsten Hill und Jutta Prien“ darf das „Fährhaus“ am Inselseekanal in Güstrow bauen. Doch nicht jeder freut sich darüber.

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erstellt am 07.Nov.2011 | 10:07 Uhr

Güstrow | Die "Grenzburg GbR Torsten Hill und Jutta Prien" hat den Zuschlag für den Bau des "Fährhauses" am Inselseekanal in Güstrow erhalten. Das bestätigt Torsten Hill. Bei ihm und seiner Lebensgefährtin Jutta Prien ist die Freude groß, dass der Hauptausschuss das beschlossen hat. Hill: "Es sind nur noch abschließende Gespräche mit der Bank zu führen. Das geschieht Donnerstag. Dann gibt es noch einige Forderungen zum Parkplatz und zu den Wegen. Aber das ist kein Problem." Wenn das alles in Papier und Tüten sei, werde der Architekt sofort loslegen, so Hill. Das Baugenehmigungsverfahren dürfte auch kein Problem sein, weil es sich nach vorherigen Auskünften von Bürgermeister Arne Schuldt um einen "bebaubaren Innenbereich" handelt, der in einem Wohngebiet den Bau einer Gaststätte zulässt.

Anwohner haben weiter Angst vor Rauch und Gerüchen

Der Zuschlag, um alles in die Wege zu leiten, ist für Torsten Hill und Jutta Prien aber nicht so rechtzeitig erfolgt, dass das "Fährhaus" wie von den Investoren geplant am 1. Mai zum Saisonbeginn eröffnet werden kann. Torsten Hill: "Das Gebäude muss ja mit Pfählen gegründet werden. Das werden wir erst nach dem Winter und wenn der Frost aus dem Boden ist realisieren können. Daher rechne ich mit einer Eröffnung Mitte Juni."

Mit dem Bau beweisen die Investoren viel Mut. "Ich bin 42 und noch jung. Wenn ich so etwas nicht jetzt anpacke, wann dann", begründet Torsten Hill das Vorhaben. Außerdem baut er auf die gute Lage, auf die Verbindung mit dem Bootsanleger für den Inselsee-Kutter und auf die Historie, denn das "Fährhaus" war einmal eine sehr beliebte Gaststätte. "Warum sollte sie es nicht wieder werden?", gibt sich der Investor optimistisch.

Verhalten war gestern allerdings die Reaktion bei Hans-Andreas Reincke, dem Vorsitzenden des Vereins "Wasser in Güstrow". Der Verein ist der Ideengeber für das "Neue Fährhaus", das zum Projekt "Erlebnisvielfalt Inselsee" (wir berichteten mehrfach) gehört. Reincke: "Wir freuen uns natürlich und hoffen, dass das Vorhaben schnell umgesetzt werden kann." Allerdings sei damit erst die "halbe Strecke" bewältigt. Der Bau und die Bewährung in der Praxis seien das Entscheidende. Wenn es die Güstrower in einem Jahr nach der Fertigstellung angenommen haben, könnte es geschafft sein, so Reincke.

Nicht ganz klar ist nach Informationen von Joachim Hennings, Pächter des Grundstücks bis 30. Juni 2012, die Frage für einen eventuellen vorfristigen Baubeginn, den Torsten Hill anstrebt. "Herr Hill hat mit mir darüber noch nicht gesprochen." Hennings bestätigt allerdings, dass er gegenüber der Stadt seine Bereitschaft erklärt hat, aus dem Pachtvertrag vorfristig auszusteigen.

Daran, was gebaut werden soll, hat sich nichts geändert (wir berichteten). Es sollen eine Gaststätte mit Terrasse sowie Schaubrauerei und Schauräucherei entstehen. In der Brauerei soll ein eigenes Bier gebraut werden. Die Schauräucherei entsteht in einem Gebäude neben der Gaststätte. Hier soll pro Tag bis zu 90 Minuten bzw. nach Bedarf von Gruppen geräuchert werden. Hill: "Es wird keine Räucherei, die den ganzen Tag läuft und Emissionswerte werden eingehalten." Auch werde es keine Musik- und Tanzveranstaltungen geben, abgesehen mal von einer Familienfeier.

Damit tritt er weiter den Ängsten vor Rauch und Gerüchen entgegen. Das wird aber weiter von unmittelbaren Anwohnern im Barlachweg befürchtet und sie lassen sich davon auch nicht abbringen. Aus ihrer Sicht verliert der Wohnstandort damit an Qualität.

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