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Ein Jahr Verzögerung bei neuer Landesstraße nach Dobbin : Bau ab Wadehäng: Beginn erst 2014

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Der Beginn des Neubaus der Landesstraße von der Brücke Wadehäng bis zur Kreuzung Dobbin/Groß Bäbelin verzögert sich. Nicht 2013 sondern vermutlich 2014 wird sie erneuert. Geplant ist eine Vollsperrung von zwölf Monaten.

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erstellt am 07.Apr.2012 | 08:31 Uhr

Krakow am See/Dobbin | Der Beginn des Neubaus der Landesstraße von der Brücke Wadehäng bis zur Kreuzung Dobbin/Groß Bäbelin verzögert sich. Nicht 2013 sondern vermutlich 2014 wird sie erneuert. Geplant ist eine Vollsperrung von zwölf Monaten, bisher war von 18 Monaten die Rede. Das waren die Aussagen von Ronald Normann, Dezernent für Straßenbau beim Straßenbauamt Güstrow, bei einem Gespräch in Krakow am See. Am Tisch saßen die Bürgermeister von Krakow am See, Dobbin-Linstow und Kuchelmiß sowie Vertreter des Landkreises, des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide und des Amtes Krakow am See.

"Angebotsstreifen" für Radler - Umleitungen das große Problem

Das Vorhaben werde zeitlich gesplittet. Der 1. Bauabschnitt erfolge von der Brücke Wadehäng bis zum Abzweig Neu Dobbin, der zweite voraussichtlich 2016 bis zur Kreuzung Dobbin/Groß Bäbelin, informierte Lutz Krämer, Krakows Bauamtsleiter, nach der nichtöffentlichen Runde. Nach aktuellen Kostenschätzungen (zwölf Millionen Euro) werde die Straße nicht mehr grundhaft neu gebaut, so Krämer. Das führe zu der kürzeren Bauzeit. Geplant sei jetzt, erläutert Normann, einen Straßenkörper mit mehreren Schichten und einer Asphaltdecke, der "schwimmend" in einer Breite von sieben Metern entstehe, zu bauen. In der Straße soll ein "Angebotsstreifen" enthalten sein, auf dem links und rechts Radler fahren können. Das sei bis zur Kreuzung Neu Dobbin so geplant. Krämer: "Einen gesonderten Radweg wie zuerst geplant wird es in dem Bereich, auch entlang des Bruchwaldes, nicht geben." Die Bitte in der Runde an das Straßenbauamt, dies aus Sicherheitsgründen zu überdenken, beantwortete Normann mit dem Hinweis, dass das eine Frage des Geldes sei.

Die Vollsperrung macht - die größte Schwierigkeit - Umleitungen notwendig. Auch daher habe man so früh informiert, um darüber zu sprechen, so Normann. Hintergrund sind hier auch die Probleme, die in der Krakower Region auftraten als die Brücke in Kölln erneuert wurde und die Umleitungen nicht funktionierten. Beim Bau dieser Straße solle so etwas möglichst ausgeschaltet werden, hieß es gestern. Das Problem: die Nebenstraßen, z.B. Dobbin-Glave-B 103 oder Dobbin-Zietlitz-Serrahn-Kuchelmiß. Darüber werde man reden, entscheiden und weiter informieren.

Bleibt die Reaktion der Betroffenen, denn seitdem das Projekt bekannt ist, werden der Bau dieser Straße und vor allem die Vollsperrung heftig diskutiert (SVZ berichtete). Aus bautechnischer Sicht gehe das aber nicht anders, betonte Normann zum wiederholten Mal. Trotzdem bleiben die Fragen wie das letztlich funktionieren soll, für Landwirte, andere Unternehmer, Touristen, Anwohner. Wegen der Zeit, der Krakower Urlaubsregion und der steigenden Spritpreise.

Krakows Bürgermeister Wolfgang Geistert sieht den Straßenbau weiter problematisch. Er zweifelt sogar an, ob "wirklich noch der Wille besteht zu bauen". Die Umleitungstrecken sind für ihn "gigantisch".

Wilfried Baldermann, Bürgermeister Dobbin-Linstow, sagt, dass der Bau nicht ohne Wenn und Aber gesehen werden kann. Aber für Baldermann ist die zwölfmonatige Bauzeit "hinnehmbar". Nicht gut ist, dass sich der Baubeginn auf 2014 verzögert. Die Stimmung in der Gemeinde bezeichnet er weiter als "aufgebracht und aufgeheizt".

Das weitere Prozedere erklärt Lutz Krämer: Im September soll die Entwurfsplanung fertig sein. Es folgt das Planfeststellungsverfahren, an dem die Träger öffentlicher Belange beteiligt sind. Ein Beschluss wird 2013 erwartet. Normann: "Die Planung der Straße soll kommen, ist aber immer abhängig von den Finanzen."

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