zur Navigation springen

Güstrow : Barrierefreiheit muss im Kopf beginnen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Inklusionsfest mit vielen Partnern, Besuchern und einem kleinen Disput.

Zum Glück war es ein Sonnenschirm, den Matthias Crone am Sonnabend als Schirmherr des Inklusionsfestes mit nach Güstrow bringen konnte. Der Bürgerbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern hatte sofort zugesagt, als ihm die Schirmherrschaft angetragen wurde. „Ich fühle mich in meiner Funktion zuständig für alle Bürger, für behinderte und nicht behinderte“, sagte er. Als wichtigste Forderung für das Gelingen von Inklusion nannte er die Barrierefreiheit, die, in den Städten und Gemeinden unterschiedlich vorangebracht, bei den Menschen im Kopf beginnen müsse.

Eine kleine Diskussion auf offener Bühne löste Crone aus, als er von der Stadt Güstrow ein Aktionsprogramm zur Inklusion forderte. „Wir haben“, entgegnete Bürgermeister Arne Schuldt, „bereits ein Integriertes Stadt entwicklungsprogramm, ein Straßen- und Wegeprogramm und vieles andere mehr. Was wir brauchen, sind Zusagen von der Landesregierung, damit wir beispielsweise bauliche Inklusionsaufgaben an Schulen finanzieren können.“

Den meisten Beifall erhielt DJ Mario, der versicherte, dass Inklusion dann am besten gelinge, wenn Menschen mit und ohne Handicap im Alltag miteinander leben und sich gegenseitig unterstützen. Ein gutes Beispiel dafür lieferte das Fest, bei dem viele Menschen den Platz vor dem Rathaus füllten und das von vielen Partnern vorbereitete Programm verfolgten. Den Hut für die Organisation des Inklusionstages hatte das das vor einem Jahr in der Barlachstadt gegründete Aktionsbündnis auf. „Wir sind ein loser Zusammenschluss von Vereinen, Verbänden und Interessengemeinschaften. Unser Anliegen ist es, in der Stadt auf die Belange von behinderten Menschen aufmerksam zu machen“, sagte Dagmar Kluge, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Güstrow. So habe das Aktionsbündnis u.a. öffentliche Gebäude besichtigt, das Schaffen von Barrierefreiheiten angeregt und sei mit vielen Bürgern ins Gespräch gekommen.


zur Startseite

von
erstellt am 02.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen