Kunst : Barlachstadt würdigt Schaffen eines umtriebigen Künstlers

Manfried Scheithauer  ist in Güstrow künstlerisch tätig.
Foto:
Manfried Scheithauer ist in Güstrow künstlerisch tätig.

Neue Sonderausstellung ab 11. Juni in Güstrower Wollhalle: „Manfried Scheithauer. Zwischen 70 und 80: Zeichnungen und Druck-Sachen“

svz.de von
08. Juni 2016, 05:00 Uhr

Am Freitag wird um 18 Uhr eine neue Ausstellung mit Werken des Güstrower Künstlers Manfried Scheithauer in der Städtischen Galerie Wollhalle in Güstrow eröffnet. Die Präsentation findet aus Anlass seines 80. Geburtstages statt. Gezeigt wird eine Auswahl von Zeichnungen und Grafiken Manfried Scheithauers, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind. Mit dieser Ausstellung würdigt die Barlachstadt einen Künstler, dessen Schaffen immer eng mit dem kulturellen Leben dieser Stadt verbunden war.

Manfried Scheithauer wurde 1936 in Freiwaldau, im heutigen Tschechien, geboren. Seit 1965 lebte die Familie in Mühlengeez. Bis 1987 war Manfried Scheithauer als Lehrer, später auch mehrere Jahre als Direktor, an der Schule in Prüzen tätig. 1975 erwarb er seinen Abschluss als Diplomlehrer für Kunsterziehung an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Von 1987 bis 1992 leitete Manfried Scheithauer die Gertrudenkapelle der Ernst-Barlach-Gedenkstätte. Im Jahr 2013 zogen Manfried und Gisela Scheithauer nach Güstrow.

Die handwerklich-technischen Grundlagen eignete sich Manfried Scheithauer als Mitglied des Förderzirkels Grafik, später „Grafikgruppe des Bezirkes Schwerin“, an. Darauf aufbauend konnte er seinen eigenen künstlerischen Weg beschreiten. Das grafische Gestalten konzentriert sich dabei auf den Holzschnitt und den Holzriß. Hier fand er zu einer reduzierten ausdrucksstarken Formensprache, die aber stets dem Gegenständlichen verhaftet bleibt.

Seine Zeichnungen, sämtlich Landschaften, sind auf der Insel Rügen entstanden. Im kontemplativen Charakter dieser Blätter wird die Nähe zum Werk Caspar David Friedrichs spürbar. Auch im grafischen Schaffen kommt seine Faszination für die Natur in all ihren Facetten zum Ausdruck.

Mehrfach hat sich Scheithauer auch in humorvoller Weise mit dem Mecklenburgischen Wappentier – dem Stier – bildkünstlerisch beschäftigt. So übernahm er mit dem „Güstrower Jahrbuch 2016“ bereits zum dritten Mal die Gestaltung des Titelblattes.

Einen weiteren Themenschwerpunkt in der Ausstellung stellen seine Illustrationen dar: Dazu gehören bildhafte Darstellungen zu satirischen Versen und Sprichwörtern. Zum vielseitigen graphischen Gesamtwerk Manfried Scheithauers gehören darüber hinaus auch Bücher und Buchgestaltungen, die ebenfalls ab Sonnabend bis zum 11. September in der Wollhale gezeigt werden.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen