Gemeindefest : Barlachstadt Güstrow: gelebte Ökumene seit Jahren

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30. Juni 2015, 06:00 Uhr

Es war das 20. Ökumenische Gemeindefest, das am Sonntagnachmittag von etwa 250 Mitgliedern dreier Güstrower Gemeinden auf dem Gelände der Katholischen Kirche in Güstrow gefeiert wurde. Kein Wunder also, dass an diesem Tag auch Rückblick gehalten wurde. Zuvor hatte der Kinderchor der Güstrower Kantorei gemeinsam mit der Kantorei Warnemünde das Musical „Speisung der Fünftausend“ erklingen lassen.


Ökumenisches Gemeindefest etabliert


Auch Pastorin i.R. Dörte Thoms hatte es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein. „Wir hatten damals als Dom-, Pfarr- und Katholische Gemeinde eine ökumenische Gebetswoche vor Pfingsten immer gemeinsam begangen“, erzählte Dörte Thoms, die damals im Gerd-Oemcke-Haus tätig war, das zur Pfarrgemeinde gehört. Einen gemeinsamen Gottesdienst habe man dann immer an einem Freitagabend als Gemeinden zusammen gefeiert. „Daraus entstand schließlich die Idee, für ein ökumenisches Gemeindefest“,sagt sie.

Pfarrer Karl Josef Meyer von der katholischen Gemeinde war daran beteiligt, wie auch Pastor Christoph Helwig von der Domgemeinde sowie Pastorin Dörte Thoms und Pastorin Elisabeth Taetow, beide von der Pfarrgemeinde. Erinnerungen wurden wach, als Zeitzeugen von den Anfängen erzählten. Der katholische Pfarrer Ralph Sobania hatte in alten Protokollen geblättert. Bis heute ist man dem damaligen Programm von Andacht über Kaffeetrinken bis hin zum Grillen treu geblieben.

Abwechselnd fand das ökumenische Gemeindefest auf dem Gelände der Katholischen Gemeinde und der Domgemeinde statt. Nur zum 700-jährigen Bestehen der Pfarrgemeinde hatte diese zum Gemeindefest eingeladen. Alle sind sich einig: Das Gemeindefest auf ökumenischer Basis ist eine gute Sache. Die Gemeinden können sich begegnen und voneinander hören. Elisabeth Taetow hebt aber auch eine erweiterte Arbeit über Gemeindegrenzen hervor. „Wolfgang Leppin hat Ökumene in die Tat umgesetzt. Er hat Chöre zusammengebracht“, sagte sie.

Viele bringen sich Jahr für Jahr mit ein, dass das ökumenische Fest in Güstrow stattfinden kann. Einer tut das schon seit 20 Jahren. Karl-Heinz Brenncke von der Domgemeinde war zwölf Jahre im Kirchgemeinderat tätig. „Fünf Bänke-Garnituren hat jede Gemeinde, die müssen immer zum entsprechenden Ort transportiert werden“, erzählt er. Ob dies auch im nächsten Jahr notwendig sein wird? Dann soll das Fest ausnahmsweise in Dehmen gefeiert werden. „Wichtig ist, dass das Fest bekannt bleibt, über Generationen hinweg“, sagt Pastor Sobania.  

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