zur Navigation springen

Güstrower Haus erhaltenswert : Bald freie Durchfahrt zum Markt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bei Großbrand in Mitleidenschaft gezogenes Haus am Markt 30 erhaltenswert / Massiver Holzzaun näher am Haus ersetzt Gitterzaun

von
erstellt am 16.Feb.2015 | 07:45 Uhr

Noch im Februar soll der Weg von der Domstraße auf den Markt wieder frei sein. Die Stadtbusse können dann die Halteselle auf dem Markt wieder aus allen Richtungen anfahren. Seit der Brandnacht im vergangenen August, in der das Eckhaus Markt 29 niederbrannte und das Nachbarhaus beschädigt wurde, ist die Straße abgesperrt. Vermutlich in dieser Woche werde mit dem Aufstellen eines massiven Bauzaunes näher am Haus begonnen, informiert Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes.

Lange hatte es gedauert, bis Gutachter – Statiker und Bauingenieure – das einsturzgefährdete Haus Nummer 30 betreten konnten. Sie untersuchten die Bausubstanz und ihrer Schäden. „Das Haupthaus kann erhalten werden“, fasst Weber das Ergebnis des Gutachtens zusammen. Dabei erweise sich die einst aufwendig gestaltete klassizistische Fassade als der stabilste Teil des Hauses. „Nach innen nimmt die Stabilität ab, so dass dort umfangreiche Sicherungsarbeiten erforderlich sind“, erklärt die Amtsleiterin weiter. Der Auftrag zur Errichtung des Bauzaunes sei erteilt. Nach wie vor sei ein Schutz vor möglicherweise herabstürzenden Teilen notwendig. Der Umfang der Sicherungsarbeiten am Haus selbst seien noch abschließend zu beraten. Dazu, so Weber, sei auch eine Abstimmung mit dem Eigentümer des Nachbargrundstückes Nr. 29 notwendig.

Nach dem Brand im August war das Haus Nr. 30 als stark einsturzgefährdet eingeschätzt worden. Zunächst wurde befürchtet, dass maximal die Fassade hätte erhalten werden können. Dagegen waren schnell Stimme laut geworden. Der Kunst- und Altertumsverein setzte sich vehement dafür ein das Haus Markt 30 mit der prächtigen historisch wertvollen klassizistischen Fassade nicht aufzugeben. Der Abriss des Brandhauses Nr. 29 war dem Kunst- und Altertumsvereins viel zu schnell gegangen. Der Verein mahnte „kollektive Wachsamkeit und Achtsamkeit“ an.

Das Haus befindet sich inzwischen in städtischem Eigentum. Für die jetzt erforderlichen Sicherungsmaßnahmen können Städtebaufördergelder eingesetzt werden, informierte Andreas Brunotte, stellvertretender Bürgermeister, auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung.

Erst zu Beginn dieses Monats hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum Großbrand eingestellt. Es hatte nicht geklärt werden können, ob eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung und damit eine Straftat vorlag. Die Ursache des Brandes bleibt damit unklar.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen