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Kunst in Güstrow : Bahnhofsmotive am alten Hafen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Anja und Manfred Brachmann bestreiten 5. Ausstellung in der Textilreinigung und Wäscherei Güstrow.

Bilderwechsel in der T&W Textilreinigung und Wäscherei Güstrow. Nach Arbeiten des Bützowers Frank Chlouba sind nun Werke von Anja und Manfred Brachmann aus Groß Köthel bei Teterow in der Galerie „Kunst am alten Hafen“ zu sehen.

„Es ist die 5. Ausstellung, die wir in unseren Räumen zeigen und man kann sagen, dass sich die Wäscherei als Ort für Malerei und Graphik herumgesprochen hat“, begrüßte Geschäftsführer Michael Trost die zahlreichen Besucher, die zur Vernissage gekommen waren.

Anja Brachmann bekannte, bisher weder von dem ehemaligen Hafenin Güstrow noch von Kunst in der Wäscherei gehört zu haben. Aber sie fand den Ort spannend und stellte sich darauf ein. Der Versammlungsraum kam der gern großformatige Bilder bevorzugenden Künstlerin entgegen. Anja Brachmann widerstand dabei der Versuchung, den Raum zu überladen und es zeigte sich erneut, dass weniger mehr sein kann. Heimstatt fanden ihre Bahnhofsmotive, die, so fand sie, ganz treffend zu Ankunft und Abschied eines Hafens passten. Auch ihre anderen präferierten Motive – Industriebrachen und Landschaften ihrer Heimat um Groß Köthel – ordneten sich in die Präsentation ein.

Einen ganz anderen Stil pflegt Manfred Brachmann. Im Gegensatz zur gegenständlichen Malerei seiner Tochter bevorzugt der Vater abstrakte, frei empfundene Motive. „Ich lasse mich von Eindrücken und Stimmungen leiten, von Musik, die ich höre, oder von alltäglichen Erlebnissen“, erzählt er. Und dann „passiert es“, berichtet er. Viele seiner Werke entstanden als Hinterglasmalerei, was den Vorteil habe, dass er sich selbst von dem Ergebnis überraschen lasse. Beim Malen begegneten sich Vater und Tochter auf Augenhöhe. Keiner rede den anderen in eine Arbeit hinein, aber wenn das Ergebnis auf der Staffelei stehe, folge zumeist ein reger Gedankenaustausch zwischen den beiden Künstlern, versichert der 64-Jährige.

Die Vernissage wurde umrahmt von Akkordeonmusik von Hellrun und Ulrich Damm. Auch sie passte treffend zur Vorstellung eines alten Hafens.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 27. April 2018.

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