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Versorgung in dieser Saison nur provisorisch : Badestrand: Stadt und Hotelier einig

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Die Versorgung am beliebten Inselsee-Badestrand in Güstrow kann in der demnächst beginnenden Saison nur provisorisch erfolgen. Grund dafür sind die Streitereien zwischen dem Güstrower Hotelier Hinz und der Stadt.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2012 | 06:30 Uhr

Güstrow | Die Versorgung am beliebten Inselsee-Badestrand in Güstrow kann in der demnächst beginnenden Saison nur provisorisch erfolgen. Grund sind die Vertragsverhandlungen zwischen dem Güstrower Hotelier Erich-Alexander Hinz und der Stadt Güstrow über das Grundstück am Inselseestrand sowie die Pacht- und Bewirtschaftungsbedingungen, die sich ewig in die Länge gezogen haben (SVZ berichtete). Doch jetzt scheint man sich endlich geeinigt zu haben. Zu spät allerdings, um den Badegästen noch in diesem Sommer einen ansprechenden Service bieten zu können. Die von der Stadt viel gepriesene "Erlebnisvielfalt Inselsee" erschöpft sich in diesem Jahr an Güstrows beliebtester Badestelle voraussichtlich in einem Imbisswagen und transportablen Toiletten.

Ursprünglich wollte Hinz den verkommenen Kiosk mit Anbauten schon im vergangenen Oktober abreißen und mit dem Bau eines Cafés sowie einer Unterkunft für Radwanderer beginnen. Dann wäre zum Beginn dieser Saison alles fertig gewesen. "Doch die Auflagen der Stadt waren erheblich. Den Vertrag, wie er gefasst war, konnte ich nicht hinnehmen", so Hinz gegenüber SVZ, ohne Einzelheiten zu nennen. Wie Bürgermeister Arne Schuldt jüngst informierte, bestehe über den Inhalt der notariellen Vertragsurkunde des Grundstückkaufvertrages sowie des Pacht- und Bewirtschaftungsvertrages zwischen dem Hotelier und der Barlachstadt mittlerweile Einvernehmen, so dass die notarielle Beurkundung erfolgen könne. Hinz hofft, noch in dieser Woche den Vertrag unter Dach und Fach zu bringen, um den Schandfleck am Inselstrand endlich abreißen zu können.

Der Inhaber des benachbarten Kurhauses am Inselsee kauft einen Teil des Grundstücks. Fest steht bereits, dass Hinz für die nächsten 20 Jahre die Pflege eines Großteils des Badestrandes absichern soll. So will es die Stadt. "Unentgeltlich. Dazu habe ich mich bereit erklärt", sagt der Hotelier. Streitpunkt zwischen den Vertragsparteien war offensichtlich auch die ebenfalls neu zu errichtende barrierefreie WC-Anlage mit Umkleidekabinen, einem Aufenthaltsraum für die DRK-Wasserwacht und Außenduschen für die Gäste des Badestrandes. Diese Anlage soll neben dem geplanten Café entstehen und wird von der Stadt gebaut. Auch hier hat Hinz jetzt die Verantwortung für die Instandhaltung und Sauberkeit für die nächsten 20 Jahre übernommen.

Diese WC-Anlage wird aber auch noch nicht dieses Jahr zur Verfügung stehen. "Es gibt noch keinen Förderbescheid und wir müssen in der Stadt noch die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen", sagt Arne Schuldt. Er rechnet mit dem Bau im kommenden Jahr. Für dieses Jahr sei eine "Interimslösung mit transportablen Toiletten" angedacht. In Abstimmung mit dem zukünftigen Pächter Hinz will die Stadt als Übergangslösung einen Toilettencontainer am Inselstrand aufstellen.

Hinz ist an einer ansprechenden Strandversorgung in der Nähe seines Vier-Sterne-Hotels interessiert. "Ich will nach der Vertragsunterzeichnung alle Baracken so schnell wie möglich abreißen und mit dem Hochbau beginnen", sagt er. Mehr als zwei Millionen Euro will er investieren. "Die Badegäste werden durch die Bauarbeiten nicht behindert und der Strandbereich bleibt komplett offen", verspricht er. Für das Wohl der Badegäste plant der Hotelier ein Provisorium, eventuell einen Imbisswagen.

Für den Neubau des Cafés mit Übernachtungsmöglichkeiten rechnet Hinz mit sieben Monaten Bauzeit, im Spätherbst solle alles fertig sein. Richtig in Betrieb gehen könne die Anlage aber erst kommendes Jahr. "Mein Ziel ist es, die Saison 2013 bereits jetzt vermarkten zu können", sagt er. Aber schon der kommende Abriss führe zu einer Verbesserung des Erscheinungsbildes des Inselseestrandes.

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