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Saisonauftakt am Güstrower Inselsee : Badestrand nun wieder bewacht

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Seit gestern sind sie wieder am Badestrand am Güstrower Inselsee präsent: die Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht

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erstellt am 19.Mai.2015 | 04:00 Uhr

Seit gestern sind sie wieder am Badestrand am Güstrower Inselsee präsent: die Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht. Zum Auftakt der Sommersaison haben als erstes die „alten Hasen“ im Metier, die Schwimmmeister Christian Möller (73) und Burkhard Passehl (71), ein wachsames Auge auf alle, die sich bei den derzeit 13 Grad schon ins Wasser trauen.

Da dies aber noch nicht viele sind, kümmern sich die beiden Männer zurzeit vor allem darum, die Badestelle saisonfein zu machen. Nach dem Herrentag habe es schlimm ausgesehen am Strand, erzählen die beiden. „Vor allem um die Spielgeräte herum lagen so viele Glasscherben von zerschlagenen Bierflaschen, dass davon ein halber Sack voll zusammen kam“, sagt Christian Möller. Auch auf dem Steg hätten „Scherben ohne Ende“ gelegen. Darum fürchten die Männer, dass auch im Wasser noch so einiges liegt, das die Badenden gefährden könnte. „Deshalb kommt am Sonnabend noch unser Taucher, der den Boden gründlich absucht“, sagt Burkhard Passehl. Bisher hätten sie am Steg sogar Tische und Stühle aus dem Wasser gezogen. „Da kann man nur den Kopf schütteln“, so Möller.

„Ab jetzt ist der Badestrand bis September täglich von 9 und 19 Uhr durch Rettungsschwimmer bewacht. Immer mit zwei Personen, wovon wenigstens einer über 18 Jahre alt sein muss“, erklärt er.

Für Güstrow gebe es rund 20 Freiwillige für diese Aufgabe. Sie haben sich im Winter beim wöchentlichen Schwimmtraining in der Oase und bei Wochenend-Ausbildungen darauf vorbereitet. Oftmals seien dies Schüler und Studenten, einige Berufstätige nehmen sogar Urlaub für den Wachdienst. „Es wird immer schwieriger, dafür Freiwillige zu finden“, so Möller. Zumal man für diesen „Job“ neben körperlicher Fitness schon einen „Haufen Idealismus“ mitbringen muss, sagt er.

Gebe es doch pro Stunde nur 2,50 Euro. „Wir versuchen deshalb in der Ausbildung auch immer ein bisschen Chorgeist zu verbreiten. Die Teilnehmer sollen sich als Lebensretter begreifen“, so Burkhard Passehl.

Schwerwiegende Badeunfälle habe es in den letzten Jahren am Inselsee zum Glück nicht gegeben.

Dennoch haben die beiden Männer im Laufe ihrer jahrzehntelangen Laufbahn bei der Wasserwacht auch schon Todesfälle am See und Fälle erlebt, wo sich Leichtsinnige durch Kopfsprung ins flache Wasser am Stegende die Wirbelsäule brachen und querschnittsgelähmt wurden. In der Regel seien bei den Badegästen aber kleinere Verletzungen wie Schnittwunden zu versorgen, meint Christian Möller. Doch fehle es in ihrem neuen Wachhäuschen für den Ernstfall auch nicht an einem Defibrillator. In ihrem täglichen Dienst mit jeweils zwei Rettungsschwimmern bleibt einer der beiden immer als Notversorger im Wachhäuschen, während der andere als Aufsicht für die Badenden an der Badestelle „Streife geht“.

Auf jeden Fall ist die Badestelle am Inselsee seit ihrer Sanierung im letzten Jahr ein wahres Schmuckstück und bietet mit Spielgeräten, dem Schwimmponton, mit Sitzgruppen, modernen Sanitäreinrichtungen und Umkleidekabinen sowie gastronomischer Versorgung hervorragende Erholungsmöglichkeiten. Alles werde durch den Betreiber des Kurhauses sehr gut gepflegt, loben die Rettungsschwimmer. Die aber selbst mit anfassen, wo es nötig ist.

 

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