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Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 06:27 Uhr

SVZ-Serie : Baden in alten Filterbecken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Historische Sportstätten in Güstrow“ / Heute: Badeanstalt „Am Filter“

Als die früheren Badeanstalten an der Nebel (Städtische Badeanstalt und Militärbadeanstalt) aus mehreren Gründen aufgegeben werden mussten, entstand hinter der alten Kniesenack-Brauerei aus ehemaligen Filterbecken als Notlösung eine neue Badeanstalt, eben „Der Filter“. Ursprünglich waren die alten Filterbecken um 1880 für eine verbesserte Trinkwasserqualität der Stadt angelegt worden.

Als 1928 ein völlig neues Wasserwerk zur Gesamtwasserversorgung am Inselsee angelegt wurde, brauchte man das alte Wasserwerk „Am Berge“ nicht mehr und die drei Filterbecken nutzte nunmehr die dort gelegene Brauerei die Becken für ihre Zwecke. Da die Brauerei später mit besserem Wasser versorgt wurde und der Ruf nach einer Badeanstalt im städtischen Bereich größer wurde, baute die Stadt 1959 aus zwei der alten Filterbecken eine Badeanstalt mit 800 Kubikmetern Inhalt, die aber nicht Wettkampfabmessungen hatte. Das wurde später durch ein Provisorium nachgeholt. Schwimmlehrer und eine Schwimmlehrerin wurden eingestellt. Darüber hinaus nutzten auch Sportvereine die neue Badeanstalt für den Wettkampfbetrieb.

Viele Güstrower haben dort das Schwimmen erlernt. Erst nach dem Jahr 2000 kam auch das Aus für diese letzte Güstrower Flussbadeanstalt. Heute befindet sich in den zugeschütteten Becken eine betonierte Skaterbahn.





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