Junger Erfinder : Azubi erfindet neues In-Getränk

Getränke-Erfinder Maximilian Heimberger ist stolz auf „M2“.
Getränke-Erfinder Maximilian Heimberger ist stolz auf „M2“.

Der 20-jährige Maximilian Heimberger entwickelte bei Güstrower Schlossquell ein koffeinhaltiges, alkoholfreies Mate-Mixgetränk

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23. Juni 2015, 06:00 Uhr

Der Geschmack ist ein wenig erdig und rauchig, aber auch irgendwie süß und säuerlich. Sofort erspüren die Geschmacksnerven zudem die Pfefferminze, die dem Getränk beigemixt ist. „M2“ heißt die neueste Errungenschaft des Getränkeherstellers Güstrower Schlossquell, ein koffeinhaltiges, alkoholfreies Mate-Mixgetränk. Erfunden haben es nicht die Getränkeexperten von Schlossquell, sondern ein Azubi. Die Idee zu dem neuen Szene-Getränk hatte der 20-jährige Güstrower Maximilian Heimberger.


Geschäftsführer begeistert


Vor kurzem beendete Maximilian Heimberger seine Ausbildung als Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei dem Güstrower Getränkehersteller. „‚Als Abschlussarbeit sollten wir ein eigenes Produkt entwickeln“, erzählt er. „Da dachte ich gleich an Mate. Getränke dieser Art sind gerade ziemlich beliebt in Klubs und auch bei Studenten. Weil viele Ältere die herbe Mate-Note nicht mögen, habe ich mein Getränk noch mit Minze verfeinert.“ Gesagt, getan. „Es hat auf Anhieb gepasst“, freut sich Heimberger. Er ließ das Getränk auch Geschäftsführer Maik Ramforth-Wüllner zukommen. „Nach zwei Wochen bekam ich die Info, dass er das Getränk super findet. Ich war völlig überrascht von dieser Reaktion. Dann gab es gleich Probeabfüllungen und wir haben ,M2’ auf Gastro-Messen vorgestellt.“ Mittlerweile ist „M2“ in die offizielle Sortimentliste von Güstrower Schlossquell aufgenommen worden. Rund 40 000 Flaschen haben das Güstrower Werk bereits verlassen.

Ein riesen Erfolg für den Azubi, der nach seiner Ausbildung prompt vom Unternehmen übernommen wurde. „Szene-Getränke dieser Art sind auf dem aufsteigenden Ast. Auch bei uns steigt die Produktion von ,M2’“, sagt Juliane Daum, Leiterin der Qualitätssicherung bei Güstrower Schlossquell. „Was Maximilian da entwickelt hat, ist ein sehr anspruchsvolles Getränk. Er hat die Rezeptur sehr gut hingekriegt und punktgenau getroffen. Eine feine Mischung aus Süße und Säure. Das trifft auch meine Geschmacksnerven.“ Es sei noch nie vorgekommen, dass ein Azubi ein Getränk entwickelt habe, dass in das Sortiment aufgenommen wurde. „Eine tolle Sache“, findet Juliane Daum.

Unterdessen wird „M2“ verstärkt beworben und wurde auch schon auf der Grünen Woche in Berlin vorgestellt. „Dort ist es sehr gut angekommen“, sagt Maximilian Heimberger. Eigentlich arbeitet der 20-Jährige in der Produktion. Doch aufgrund seiner Erfindung wurde er jetzt auch mit der Entwicklung weiterer Getränke beauftragt. „Das ist natürlich ein Vertrauensbeweis und eine Chance für mich, zu zeigen, was ich kann“, sagt Heimberger. Und der Güstrower hat auch bereits Ideen für weitere Getränke. „Mehr so in die fruchtige Richtung“, verrät er.  

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