Güstrow : Awo-Baustelle: „Xaver“ kann kommen

Kranfahrer Andreas Krisch vor seinem Arbeitsgerät, das auf Betonfüßen steht und auf dem Rahmen mit Betonplatten beschwert ist.
Kranfahrer Andreas Krisch vor seinem Arbeitsgerät, das auf Betonfüßen steht und auf dem Rahmen mit Betonplatten beschwert ist.

Bauleitung kontrollierte gestern Rüstung wegen des angekündigten Orkans / Andreas Krisch dreht seinen Kran in den Wind

svz.de von
05. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Aus der planmäßigen Beratung auf der Baustelle für Seniorenwohnungen mit Service der Awo im Magdalenenluster Weg in Güstrow wurde gestern am Schluss ein intensiver Gang, um zu kontrollieren, ob alles auf der Baustelle gegen das Sturmtief „Xaver“ gesichert und verankert ist. Bauleiter Hannes Gaßmann: „Natürlich müssen wir reagieren, wenn solch ein Orkan vorausgesagt wird. Deshalb haben wir die Rüstung rund ums Haus in Augenschein genommen und festgelegt, dass lose Steine, Folie und Bretter heruntergenommen werden. Außerdem haben wir die Verankerungen geprüft. Aber die sind von vornherein unter hohen Sicherheitsstandards installiert.“ Gaßmann rechnet, wenn der Sturm heute loslegen sollte, dass noch Vormittag gearbeitet werden kann. „Dann geht die Sicherheit der Kollegen natürlich vor und wir beenden die Schicht“, sagt Gaßmann.

Auf der Awo-Baustelle steht auch ein Kran, Hakenhöhe über 20 Meter. Der dürfte für „Xaver“ ein besonderer Angriffspunkt sein. Kranführer Andreas Krisch erlebt drei- bis viermal im Jahr Stürme, bei denen er reagieren muss. „Ich stelle den Kran frei, damit er sich mit dem Wind dreht. Mehr kann ich nicht machen“, erklärt er. Sein Kran ist ein so genannter „Obendreher“. Am Ausleger hängt deshalb ein Gegengewicht von 3,5 Tonnen. Wann für ihn bei einem Sturm nichts mehr geht, merkt er, wenn er nur noch in der dritten Drehstufe arbeiten kann. „Dann weiß ich, dass ich den Kranbetrieb einstellen muss“, sagt er.

Von der Standfestigkeit her sieht er keine Probleme. Der Kran hat Betonfüße, die breit ausgefahren sind. „Zusätzlich liegen auf dem Rahmen des Kranes Betonplatten als Gewichte, geschätzt mehrere Tonnen schwer“, erklärte Vorarbeiter Jürgen Krause.

Natürlich gebe es Naturgewalten, gegen die kein Kraut gewachsen sei. Aber er wolle nicht hoffen, dass „Xaver“ für so etwas sorge, bleibt Andreas Krisch ruhig.

Bauleiter Gaßmann ist sieben Jahre im Geschäft und hat Stürme schon erlebt. Aber auch er sieht es gelassen. „Wir haben alle Vorkehrungen gegen ,Xaver’ getroffen, damit nichts passiert. Der letzte Sturm war der im Oktober. Da sind wir auch verschont worden und hatten keine Schäden zu beklagen“, ist er optimistisch.

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