AWG fusioniert : AWG stellt Weichen für Zukunft

Präsentieren das neue Logo der Allgemeinen Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung: Aufsichtsratsvorsitzender Lars Ehlers, Vorstandschef Norbert Karsten, die Vorstandsmitglieder Brigitte Kornmesser, Marco Mischinger und Erhard Vick  sowie Peter Möller, langjähriger PWG-Aufsichtsratschef (v. l.)
Präsentieren das neue Logo der Allgemeinen Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung: Aufsichtsratsvorsitzender Lars Ehlers, Vorstandschef Norbert Karsten, die Vorstandsmitglieder Brigitte Kornmesser, Marco Mischinger und Erhard Vick sowie Peter Möller, langjähriger PWG-Aufsichtsratschef (v. l.)

Neue Allgemeine Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung hat 3566 Mitglieder und 3282 Wohnungen

svz.de von
14. Juli 2014, 06:00 Uhr

Im Kongresszentrum Hohe Düne haben die Vertreter von 2578 Mitgliedern der Allgemeinen Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow (AWG) auf ihrer 8. außerordentlichen Versammlung am Sonnabend die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Einstimmig votierten sie für die Verschmelzung mit der Parchimer Wohnungsbaugenossenschaft (PWG). Zuvor hatten bereits die Parchimer in ihrer Generalversammlung mit übergroßer Mehrheit für den Zusammenschluss gestimmt. Das neue Unternehmen trägt den Namen Allgemeine Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung. In seinem Bestand führt es 3282 Wohnungen, wovon die Parchimer 1000 einbringen.

Trotz Einstimmigkeit diskutierten die 53 Vertreter aus Güstrow die Verschmelzung lebhaft. So fragte Regine Diening nach dem Zustand der Wohnungen, die der neue Partner in die Ehe einbringt. Norbert Karsten, Vorstandschef der neuen Genossenschaft: „Der Zustand ist etwa gleich, auch die Parchimer haben in der Vergangenheit viel in Sanierung und Modernisierung investiert. Unterschiede gibt es beim Neubau. Während wir da schon einiges vorweisen können, beginnen die Parchimer jetzt mit dem Bau eines 6-WE-Hauses.“ Anne-Marie Fuhrmann fragte nach der Leerstandsquote des neuen Partners. Josef Wagner ermahnte die Genossenschaft, auch künftig nicht mit dem Gut Wohnung zu spekulieren. Er empfahl, neue Mitglieder aus der Rostocker Region zu gewinnen. „Die breite neue Einfallstraße nach Güstrow ist da doch schon eine gute Voraussetzung“, fand er.

Überzeugt, für die Verschmelzung zu stimmen, hatte die Vertreter aus Güstrow die Argumentation der AWG-Führung. „Beide Genossenschaften wurden 1956 gegründet. Seit 40 Jahren arbeiten sie eng zusammen, verfügen über eine ähnliche Bausubstanz und haben mit Bevölkerungsrückgang und steigendem Alter der Mitglieder die gleichen Probleme zu lösen“, erläuterte Lars Ehlers, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Karsten strich die bessere Verhandlungsposition eines größeren Unternehmens gegenüber den Messdiensten, Banken und Versicherungen heraus. So habe allein die Verschmelzung mit der Krakower Genossenschaft im vergangenen Jahr bei Versicherungen Einsparungen bis zu 20 Prozent gebracht. Weitere Synergien würden durch die Übernahme der Stärken des jeweiligen Partners angestrebt. Dazu zählte Peter Möller, langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der PWG, die intensive ehrenamtliche Tätigkeit in der Parchimer Genossenschaft, die auch zur Bildung des Fördervereins „Uns Hüsung“ geführt habe. Gute Erfahrungen mit einer systematisierten Unternehmensfinanzierung, ein ausgefeiltes Marketing und attraktive Vermietungsprodukte für verschiedene Zielgruppen führte Karsten als Güstrower „Mitgift“ an.

Noch während der Versammlung wurden Arbeitsstrukturen hergestellt. So wird die neue Genossenschaft von einem vierköpfigen Vorstand geführt. Die Parchimer Elke Witt und Wolfgang Unruh wurden in den Aufsichtsrat und zehn Mitglieder der PWG in die Vertreterversammlung gewählt.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen