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Wohnungsbaugenossenschaft : AWG bereitet Führungswechsel vor

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Vorstand auf fünf Mitglieder vergrößert / Norbert Karsten und Brigitte Kornmesser scheiden Ende 2016 aus

von
erstellt am 16.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Der mit 3400 Wohnungen zweitgrößte Vermieter im Landkreis Rostock, die Wohnungsbaugenossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung (AWG), bereitet einen Führungswechsel vor. Der Vorstand wurde auf fünf Mitglieder erweitert – aber nur für das kommende Jahr. Am 31. Dezember 2016 werden der langjährige Vorstandsvorsitzende Norbert Karsten, der die AWG wesentlich geprägt hat, sowie seine Vorstandskollegin Brigitte Kornmesser aus dem Führungsgremium ausscheiden, kündigten sie gestern an. Doch Karsten hat sich für das nächste Jahr noch einiges vorgenommen, vor allem die Vollendung der Fusion mit der Parchimer Wohnungsgenossenschaft.


Wechsel soll sich behutsam vollziehen


Neben Karsten, Brigitte Kornmesser und Marco Mischinger gehören dem AWG-Vorstand neu Elgin Stündel, ehemaliger Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank Güstrow, sowie der Immobilienfachmann Matthias Brösel an. Elgin Stündel wird sich künftig mit der Unternehmensfinanzierung, Versicherungsangelegenheiten und den Liegenschaften befassen. Brösel ist für Vermietung, Instandhaltung der Wohnungsbestände sowie genossenschaftliche Neubauten zuständig. Damit will der 67-jährige Karsten den Führungswechsel der Genossenschaft behutsam vorbereiten. Nach seinem und Kornmessers Ausscheiden Ende 2016 soll der Vorstand wieder nur aus drei Mitgliedern bestehen. „Der Aufsichtsrat und die beteiligten Vorstandsmitglieder haben es ausdrücklich gewünscht, dass ich bis zum 31. Dezember 2016 als Vorstandsvorsitzender im Hauptamt die Arbeit dieses für eine Genossenschaft wichtigen Organs koordiniere“, so Karsten gestern.

Sein Hauptanliegen in dieser Funktion ist das 60. Firmenjubiläum im kommenden Jahr, das er vorbereiten und koordinieren will. Auch das Bauprojekt „Klosterhof“ in der Armesünderstraße in in Güstrow will er noch auf den Weg bringen. Und zudem plant die AWG eine weitere Fusion mit der Wohnungsgenossenschaft „An der Elde“ in Grabow. „Ich will aber vor allem auch dafür Sorge tragen, dass die Verschmelzungen mit den Genossenschaften in Krakow am See (2013) und in Parchim (2014) vollendet und Synergieeffekte daraus noch mehr als bisher erschlossen werden“, sagt Karsten.

Vor allem Parchim bereitet der AWG weiter Probleme (SVZ berichtete). Doch eine Gefahr für die gesamte Genossenschaft sieht Karsten deshalb nicht. Dennoch: „Die Verschmelzung mit Parchim hat das Entwicklungstempo in Güstrow verlangsamt“, formuliert er vorsichtig. „Aber wir werden die Probleme in Parchim beherrschen. Die Fusion ist insgesamt ein Erfolgsmodell“, ist Karsten überzeugt. „Unser Ziel ist es, in Güstrow das bisherige Niveau beizubehalten und in Parchim deutliche Signale zu setzen, indem wir auch dort ein Haus mit 40 Wohneinheiten, welches nicht mehr benötigt wird, zurückbauen und einen Neubau in der Parchimer Innenstadt entstehen lassen.“ Parchim habe einen starken Partner bekommen.

Dass es der AWG trotz der Verschmelzungen wirtschaftlich gut geht bestätigt unterdessen ein Zertifikat der Creditreform, die die Bonitätsstruktur der AWG nach der Fusion überprüft hat. „Es handelt sich um ein grundsolides und sehr gut aufgestelltes Unternehmen“, so gestern Benedikt von der Decken, geschäftsführender Gesellschafter MV der Creditreform. Karsten will den Erfolg mit den Genossenschaftsmitgliedern teilen und kündigte an, wie im vergangenen Jahr, wieder eine zweiprozentige Dividende auszahlen zu wollen.


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