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Ernst-Barlach-Stiftung : Avantgarde und klassische Moderne

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gemeinschaftsausstellung der Ernst-Barlach-Stiftung und des Nationalmuseums Stettin eröffnet

Seit gestern ist sie Realität, die dritte Exposition der Güstrower Ernst-Barlach-Stiftung in Kooperation mit dem Nationalmuseum Stettin. Zunächst im Ausstellungsforum-Graphikkabinett am Heidberg im Rahmen einer Präsentation der Wojewodschaft Westpommern in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen sind „Wandlungen. Von Klinger bis Kanoldt – Graphik deutschsprachiger Länder aus der Sammlung des Nationalmuseums Stettin“.

Diese Ausstellung von Werken bedeutender Graphiker und der sie begleitende Katalog „bieten ein vielschichtiges Panorama der Kunst der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts“, stellte Dr. Dariusz Kacprzak heraus. Der Wissenschaftsdirektor des Nationalmuseums Stettin ist mit seiner Kollegin Dr. Ewa Gwiazdowska und Dr. Volker Probst von der Ernst-Barlach-Stiftung Kurator.

Landrat Sebastian Constien, der die Exposition gestern eröffnete, würdigte die letzte Sonderausstellung 2014 als Abschluss eines besonderen Jahres für die Stiftung, gerade mit der aktuellen Präsentation des „Schwebenden“ im Londoner British Museum. Constien: „Durch die Schirmherrschaft der jeweiligen Botschafter, Jerzy Marganski und Rolf Nikel, erfährt auch diese Ausstellung in Güstrow und später in Stettin eine besondere Wertschätzung.“

Gezeigt werden 60 Graphiken verschiedenster Techniken von Vertretern avantgardistischer Richtungen und Strömungen, die man unter dem Sammelbegriff klassische Moderne fasst. Darunter befinden sich Werke von ausgewählten Künstlern, die zeitweise oder ständig in Stettin tätig waren: Otto Hettner, der die Fresken für das Stadtmuseum entwarf, und Franz Friedrich Schütt, Mitbegründer und erster Vorsitzender des Pommerschen Künstlerbundes. Max Klinger und Alexander Kanoldt stehen im Titel der Exposition nur stellvertretend für eine ganze Reihe bekannter Künstlerkollegen dieser Epoche. Weiterhin laden Werke u.a. von Max Liebermann, Käthe Kollwitz, Lovis Corinth, Max Pechstein, Max Slevogt, Emil Orlik, Egon Schiele, Emil Nolde, Alfred Kubin, Paul Klee, Conrad Felixmüller, Emil Orlik und natürlich Ernst Barlach dazu ein, nicht nur die unterschiedlichen künstlerischen Drucktechniken in hervorragenden Abzügen kennen zu lernen, sondern auch entlegene Winkel graphischer Künste in deutschsprachigen Ländern zu erkunden. Kurator Volker Probst: „Es lohnt sich, jedes einzelne Blatt in dieser Ausstellung intensiv zu betrachten.“

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