Güstrow : Auszeichnung für Barlach-Projekt

Kuratorin Dr. Ewa Gwiazdowska (rechts) war bei der Eröffnung der Exposition in Güstrow mit dabei.
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Kuratorin Dr. Ewa Gwiazdowska (rechts) war bei der Eröffnung der Exposition in Güstrow mit dabei.

Zweisprachiger Katalog zur Ausstellung „Wandlungen – Przemiany“ in Polen gewürdigt

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04. Juni 2015, 06:00 Uhr

Mit einer wichtigen Auszeichnung wurden die Ernst-Barlach-Stiftung und das Nationalmuseum Stettin für ein Kooperationsprojekt geehrt. Den Titel „Beste Veröffentlichung des Jahres 2014 in Westpommern“ bekam der deutsch-polnische Katalog zur Ausstellung „Wandlungen. Von Klinger bis Kanoldt, Graphik deutschsprachiger Länder aus der Sammlung des Nationalmuseums Stettin“ („Przemiany. Od Klingera do Kanoldta – grafika krajów niemieckoj zycznych ze zbiorów Muzeum Narodowego w Szczecinie“) von der Regionalgruppe Westpommern der Vereinigung der Polnischen Museumsfachleute verliehen. Diese Ausstellung, bei der die Schweriner Volkszeitung Medienpartner war, wurde von Oktober 2014 bis Mitte Januar dieses Jahres in der Ernst-Barlach-Stiftung am Heidberg in Güstrow gezeigt. Von Februar bis April war sie im Nationalmuseum Stettin zu sehen.

In jedem Jahr wird von der Vereinigung der Polnischen Museumsfachleute ein Wettbewerb unter den öffentlichen Museen der Region ausgelobt. Dies ist das wichtigste Ereignis für Museen in der Wojewodschaft Westpommern, die an Mecklenburg-Vorpommern grenzt. Dabei wird das herausragende Ergebnis der Museumsarbeit der Wojewodschaft ermittelt und durch den Marschall von Westpommern ausgezeichnet. Ziel der Auslobung vor allem in den Kategorien Ausstellung, Veröffentlichung, und pädagogische Vermittlung ist es, die Aufmerksamkeit auf verschiedene qualitativ hochwertige Museumsaktivitäten zu lenken und durch das kulturelle Angebot das Alltagsleben der Einwohner und Besucher zu bereichern.

Bereits 2011 und 2012 gab es Gemeinschaftsprojekte der Güstrower Barlachstiftung und des Stettiner Nationalmuseums, in dessen grafischem Sammlungsbestand herausragende Einzelstücke deutscher Druckgraphik des 19. und 20. Jahrhunderts einen wichtigen Aspekt bilden. Die Kuratoren des aktuell prämierten Projektes, Dr. Volker Probst (Ernst Barlach Stiftung) und Dr. Ewa Gwiazdowska sowie Dr. Dariusz Kacprzak (Nationalmuseum Stettin), hatten die Konzeption des gemeinsamen Ausstellungsvorhabens entwickelt. In dem dazu erschienenen Katalog, in deutscher und polnischer Sprache verfasst, haben die Wissenschaftler dieser beiden Museen nicht nur jede Druckgraphik ausführlich beschrieben, sondern wesentliche Entwicklungen jener Kunstepoche in fundamentalen Beiträgen dargestellt.

Im Nationalmuseum Stettin wurde den Autoren dafür jetzt eine vom Marschall unterzeichnete Urkunde überreicht. Kurator Dr. Volker Probst: „Bei unseren internationalen Projekten, neben Polen u.a. auch mit Belgien, Dänemark, Norwegen, Finnland, den USA und Japan, kommt es der Ernst-Barlach-Stiftung vor allem auch darauf an, dass Wissenschaftler anderer Länder einen Blick auf Barlach und die klassische Moderne in Deutschland werfen, so dass es zu einem tatsächlichen inhaltlichen Austausch kommen kann.“

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