Nach Anschlag auf Villa Kunterbündnis : „Aussitzen ist keine Lösung“

Linke-Kreisverband fordert mehr Unterstützung für „Villa“

von
21. August 2015, 06:00 Uhr

In dieser Woche wurde, vermutlich aus der rechtsextremen Szene heraus, erneut ein Anschlag gegen das Wohnhaus der Kommunalpolitikerin und ehrenamtlichen Geschäftsführerin der „Villa Kunterbündnis“, Karen Larisch, ausgeführt. Dieses Mal wurde eine laut Polizei „übelriechende Substanz“, vermutlich Buttersäure, im Eingangsbereich des Wohnhauses ausgebracht (SVZ berichtete). Der Kreisverband der Linkspartei verurteilt den Angriff scharf. Zugleich werden mögliche Zeugen aufgerufen, sich mit sachdienlichen Hinweisen an die Polizei zu wenden.

Jetzt wendet sich Linke-Kreisgeschäftsführer Peter Hörnig mit einem offenen Brief an Verantwortungsträger – Landrat, Bürgermeister, Stadtvertreter und Landtagsabgeordnete. „Es muss endlich etwas geschehen – aussitzen ist keine Lösung“ überschreibt Hörnig seinen Appell zur Aufklärung und Ahndung der offenkundig politisch motivierten Straftaten. Zugleich wendet sich der Politiker an haupt- und ehrenamtlich Verantwortliche sowie Freiwillige, sich „zusammenzusetzen und endlich tragfähige Lösungen“ zu finden, um entstandene Verluste für das soziale Projekt „Villa Kunterbündnis“ zu lindern und weiteren Schaden abzuwenden. Durch Vandalismus, Unterschlagung und Diebstahl sei dem Projekt bzw. seinem Trägerverein bereits ein wirtschaftlicher Schaden von mehreren tausend Euro entstanden. Öffentliches Schulterklopfen, warme Worte und symbolhafte Einzelehrungen reichten nicht, um wirksam zu helfen, so Hörnig. Eine projektbezogene Finanzierung des Projektes sei unabdinglich.

Hörnig: „Gemeinsames Schweigen gegen Rechts und andere Appeasement-Strategien haben die Lage bisher regelmäßig verschlimmert.“ Gegen „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ müsse sich ein breiter, zivilgesellschaftlicher Protest regen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen