Frühjahrsputz in Barlachstadt : Außendienst statt Büroarbeit

Im Rosengarten säuberten Bürgermeister Arne Schuldt zusammen mit Marko Parpart, Mareen Rutenbeck, Karin Bartock (verdeckt) und Anke Rönnebeck (v.l.) den Spielplatz.
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Im Rosengarten säuberten Bürgermeister Arne Schuldt zusammen mit Marko Parpart, Mareen Rutenbeck, Karin Bartock (verdeckt) und Anke Rönnebeck (v.l.) den Spielplatz.

Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Baubetriebshofes sorgten gestern für Ordnung und Sauberkeit.

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04. Mai 2017, 05:00 Uhr

Zwei Frauen mit Kindern schauen zum Spielplatz im Rosengarten hinüber, gehen vorbei und lassen sich auf einer Bank in Sichtweite nieder. Sie wollten wohl die fleißigen Arbeiter nicht stören. Gestern Nachmittag war Frühjahrsputz in Güstrow. 45 Mitarbeiter der Stadtverwaltung und 25 vom Stadtbetriebshof hackten und harkten, sammelten Müll und säuberten Bänke. Auch Bürger waren zur Mithilfe aufgerufen. An vier Stationen im Stadtzentrum traf SVZ aber keinen an.

„Man erwartet, dass sich die Stadt um alles kümmert“, denkt Stadtsprecherin Karin Bartok, schaut nur kurz auf und hackt weiter Gras und Löwenzahn aus. Bürgermeister Arne Schuldt harkt derweil die Kiesfläche des Spielplatzes, die zuvor maschinell aufgelockert worden war. „Man harkt hier alles Mögliche zusammen, zum Glück bisher keine Scherben“, sagt er. Was heute nicht ganz fertig wird, werden die Mitarbeiter des Stadtbetriebshofes in den nächsten Tagen erledigen, fügt er hinzu. An allen Stationen sind diese mit dabei. Ein Spezialist für Spielplätze ist mit Klaus Dose auf dem Spaldingsplatz am Werk. Hier sticht er u.a. die Rasenkanten am Weg ab – eine Arbeit, die nicht regelmäßig auf dem Plan steht. „Sonst kümmern wir uns um wichtigere Dinge“, betont Klaus Dose. Leider werde diese Mühe nicht immer belohnt, fügt er hinzu. Jane Weber, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, harkt den Unrat um die Spielgeräte zusammen. Drei Papierkörbe sind in Sichtweite. Der Weg dorthin ist augenscheinlich aber doch zu weit, denkt sie.

Weniger Unrat, dafür aber allerlei Grün haben u.a. Gudrun Reubold und Barbara Moll aus der Kämmerei auf dem Gertrudenplatz im Blick. Schnell ist eine Baumscheibe gesäubert. „Solche Arbeiten sind sehr personal- und zeitaufwendig“, bemerkt Barbara Moll. Das könnten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes nicht ständig leisten. Dafür gebe es z.B. diese Putzaktion. „Viele Touristen kommen hierher. Die Saison geht wieder los, da wollen wir, dass die Stadt gut aussieht“, fügt die Kämmerin hinzu.

Diesen Gedanken machten sich gestern auch drei Männer mit Hacken und Harke in den Wallanlagen zu eigen. Man kratze für Touristen den blauen Pfad wieder frei, berichtet Tilman Wesolowski von der Bibliothek. Er sieht in seinem Tun auch eine Wertschätzung der Arbeit der Leute vom Baubetiebshof. „Wir sehen uns sonst nicht. Sie sind hier draußen, wir sitzen am Schreibtisch“, erklärt er dazu. Ein paar Schritte weiter werkeln Karin Müller und Birgit Greinke aus der Personalabteilung. Rund um den Gedenkstein am Nachtigallenberg haben sie sauber gemacht und erwarten nun weitere „Anweisungen“ von Georg Theuermeister vom Baubetriebshof, der Grünschnitt und Müll von den Frauen entgegennimmt. Bis zum Feierabend werden sich verschiedene Container auf dem Baubetriebshof mit allerlei Sammelgut gefüllt haben.

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