Güstrower Marktplatz : „Aushängeschild“ früher saniert

Der Güstrower Marktplatz soll nach dem Willen der Stadtvertreter schon früher als geplant saniert werden.
Der Güstrower Marktplatz soll nach dem Willen der Stadtvertreter schon früher als geplant saniert werden.

Beschluss der Güstrower Stadtvertretung: Sanierung des Marktes soll vorgezogen werden / Nicht erst 2020, sondern schon ab 2016

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19. September 2015, 06:00 Uhr

Das Votum fiel eindeutig aus: Mit nur einer Gegenstimme sprachen sich die Güstrower Stadtvertreter Donnerstagabend dafür aus, die Komplettsanierung des Güstrower Marktes so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen. Nicht erst ab 2020, wie von der Stadtverwaltung vorgesehen (SVZ berichtete), sondern sofort, spätestens mit Beginn des Jahres 2016 sollen die Planungen zur Sanierung des Marktes aufgenommen werden. So formulierte es Andreas Ohm, Fraktionsvorsitzender der CDU, in seinem Änderungsantrag zur Fortschreibung des Maßnahmeplans zur Straßensanierung 2015 bis 2019 in der Barlachstadt. In diesem Plan ist der Markt bisher nicht vorgesehen. „Der Markt ist das Aushängeschild der Stadt. Der derzeitige Zustand trägt seiner Bedeutung keine Rechnung. Deshalb muss die Sanierung vorgezogen werden“, sagte Ohm – und die große Mehrheit folgte ihm.

Die CDU wollte mit ihrem Änderungsantrag „Bewegung und Druck in die Sache bekommen“, wie Ohm formulierte. Laut Beschluss soll die Sanierung in Abschnitten erfolgen und ist für 2017 anzusetzen. Begonnen werden solle mit der Südseite des Marktes, das heißt aus Richtung Domstraße bzw. Hageböcker Straße kommend bis zur Hollstraße/Gleviner Straße. Die bisherigen Planungen zur Gestaltung des Marktes sollen jetzt in den Fachausschüssen diskutiert werden. „Hier geht es um die Feinabstimmung. Wir wollen auch eine Diskussion zur Gestaltung eröffnen“, sagte Ohm.

Zwangsläufig muss der Maßnahmeplan zur Straßensanierung jetzt noch einmal von der Verwaltung überarbeitet werden. Bereits geplante Straßensanierungen rücken nach hinten. Bürgermeister Arne Schuldt passte der Beschluss offensichtlich nicht. „Sie greifen in die Jahre 2016/17 ein. Die hier geplanten Maßnahmen waren bereits von der Stadtvertretung beschlossen“, sagte er an die Stadtvertreter gerichtet. „Das führt zu Problemen.“ Jetzt noch Mittel für die Sanierung des Marktes in den Haushalt 2016 einzustellen werde schwer. Schuldt verwies auf einen notwendigen Planungsvorlauf. „Alle Beteiligten haben ein Problem, wenn der Markt nach vorne gezogen wird“, so der Bürgermeister. Denn eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Maßnahmeplans sei die Koordinierung mit den Stadtwerken und dem Städtischen Abwasserbetrieb. Beide seien auf eine vorzeitige Marktsanierung nicht vorbereitet.

Doch das überzeugte Ohm und die restlichen Stadtvertreter nicht. Es sei bedauerlich, wenn die Unternehmen umplanen müssten, so Ohm, „aber wir, die Stadtvertreter, legen die Prioritäten fest“.

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