Fachhochschule : Ausbildung in Güstrow: 4 Gründe

Pascal Hatz, im zweiten Jahr der Polizeiausbildung, probiert Vladimir Heinsohn einen Schutzhelm an.
Pascal Hatz, im zweiten Jahr der Polizeiausbildung, probiert Vladimir Heinsohn einen Schutzhelm an.

Tag der offenen Tür an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege

svz.de von
06. September 2015, 20:00 Uhr

Der große Saal der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege hätte sich um ein Haar als zu klein erwiesen, als die Einrichtung am Sonnabend zum Tag der offenen Tür einlud. Aus ganz Mecklenburg-Vorpommern waren junge Leute gekommen, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Sie hörten, wie man Verwaltungswirt, Diplomrechtspfleger oder Polizeimeister wird. Bei Schnuppervorlesungen konnten sich die Interessenten für 45 Minuten als Student fühlen, einen schriftlichen Aufnahmetest absolvieren oder Vorführungen der Polizei zur Selbstverteidigung besuchen. Für Lehrer und Eltern war eine Sprechstunde angesetzt, in der Berufsorientierung gegeben und über den Studien- und Ausbildungsalltag informiert wurde.


Gute Chancen für die Karriere


Fachhochschul-Direktorin Dr. Marion Rauchert hatte in ihrer Begrüßung vier Gründe genannt, warum man unbedingt in Güstrow studieren sollte. „Erstens bieten wir eine praxisnahe Ausbildung mit Inhalten, die sich an den jeweiligen beruflichen Aufgaben orientieren“, erklärte sie. Zweiter Grund ist eine Ausbildungsvergütung von zirka 1100 Euro, die es erlaubt, unabhängig zu lernen und keine Nebenjobs annehmen zu müssen. „Drittens sind wir eine relativ kleine Hochschule mit individueller Betreuung und sehr guten materiellen Voraussetzungen auf dem Campus“, führte sie aus. Gegenwärtig werden an der Goldberger Straße zirka 700 junge Menschen ausgebildet. Für sie stehen 76 hauptamtliche Dozenten zur Verfügung. Mit drei bis fünf Prozent ist die Abbrecherquote im Vergleich zu anderen Einrichtungen sehr niedrig. Außerdem durchlaufen innerhalb eines Jahres zirka 10  000 Menschen an der Fachhochschule Fortbildungsmaßnahmen. Etwa die Hälfte fällt dabei auf die Polizei. Als vierten Grund für eine Ausbildung an der Fachhochschule führte die Direktorin die Zukunftschancen an. „Unsere Absolventen haben eine fast 100-prozentige Sicherheit, dass sie in eine unbefristete Vollzeittätigkeit mit guten Karrierechancen übernommen werden“, sagte sie.

Diese Argumente waren es auch, die Jenny Willmann und Nadine Schütt am Sonnabend rechtzeitig von Stralsund nach Güstrow aufbrechen ließen. Die Gymnasiastinnen erkundigten sich nach Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei. Die erfragte auch Vladimir Heinsohn. „Ich studiere Maschinenbau in Rostock, merke aber, dass das doch nicht so mein Ding ist“, sagte der 21-Jährige. Annabelle Bünger aus Goldberg war mit ihrer Mutter Anett nach Güstrow gekommen, um sich nach dem Studiengang „Öffentliche Verwaltung“ zu erkunden. „Ich wäre gern in den Polizeidienst eingetreten, aber dafür sind leider meine Augen zu schlecht. Im Internet habe ich dieses Studienangebot entdeckt“, erklärte die 17-jährige Gymnasiastin.

Premiere hatte am Sonnabend übrigens auch ein auf You Tube eingestellter Werbefilm der Fachhochschule. „Damit wollen wir die jungen Leute in ihren bevorzugten Medien abholen“, sagte Rauchert.  




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