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Städtepartnerschaft : Aus Hilfe wurde Freundschaft

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Festveranstaltung in der Barlachstadt würdigt 25-jährige Partnerschaft Kronshagen – Güstrow.

Sie trägt den Güstrower Stier in Gold und Bernstein stolz als Zeichen der Ehrenmitgliedschaft der Güstrower Stadtvertretung: Sabina Strzylecki. Die Kommunalpolitikerin hatte vor 25 Jahren als Bürgervorsteherin von Kronshagen maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Partnerschaft zwischen Kronshagen und Güstrow. Genauso wie der damalige Bürgermeister Wolf-Dietrich Wilhelms. Montag und am Tag der deutschen Einheit wurde das Jubiläum in Güstrow gewürdigt. In Kronshagen geschah das beim Neujahrsempfang mit der Fortschreibung der am 8. Januar 1992 vereinbarten Städtepartnerschaft.


Vertrag schon im Januar fortgeschrieben


Sabina Strzylecki fand dafür bei der Festveranstaltung im Wildpark sehr persönliche Worte. Sie erlebte schon als Jugendliche, wie sehr die „unmenschliche Teilung Deutschlands“ sowohl ihrer Familie als auch der Verwandtschaft in der DDR zu schaffen machte. Sie nutzte daher jede Möglichkeit, um gegen die Teilung zu demonstrieren. „Das habe ich getan, weil ich immer an die Wiedervereinigung geglaubt habe“, betonte sie. Nach dem Fall der Mauer war für sie die Städtepartnerschaft eine logische Konsequenz.

„Ohne Wiedervereinigung keine Partnerschaft“, betonte Wolf-Dietrich Wilhelms. Habe anfangs das Prinzip des Helfens und Abgebens gegolten, gehe es jetzt um das Zusammenwachsen. Wilhelms: „Das erfordert aber viel Zeit und Menschen, die das mit Herz und Seele gestalten, in Freundschaft, mit Verständnis und menschlicher Wärme.“ Er wünscht sich dafür Impulse von Vereinen, Einrichtungen, Organisationen, Kirchen und Schulen. Wilhelms ging mit gutem Beispiel voran, in dem er 50 Bäume in Güstrow pflanzte. Gleichzeitig nutzte er das Jubiläum, um eine Partnerschaft zwischen den Gymnasien Güstrow, Kronshagen und Gryfice anzuregen.

Lothar Fila, der 1992 als Bürgermeister für Güstrow den Vertrag unterzeichnete, sagte, dass es ihm so vorkomme als ob das alles erst gestern gewesen ist. Er erinnerte an die Hilfe beim Aufbau der Verwaltung. Den Haushalt zu erarbeiten, wäre ohne Kronshagener Unterstützung nicht möglich gewesen, blickte er zurück.

Kronshagens Bürgervorsteher Bernd Carstensen hob hervor, dass aus Hilfe Freundschaft und Austausch wurde. Als Beispiel für die immer engeren Kontakte nannte er die Teilnahme Kronshagens bei „Güstrow kocht auf“. Carstensen: „Wir haben nur einmal gefehlt und der 1. Preis bei der letzten Veranstaltung hat uns sehr glücklich gemacht.“

Güstrows Stadtpräsident Andres Ohm gab das Weiter vor: freundschaftliche Verbindungen ausbauen sowie Kontakte zwischen den Menschen, Einrichtungen und Vereinen pflegen und vertiefen.

Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt betonte, dass es kein Zufall ist, dass der Festakt zum Tag der deutschen Einheit ausgerichtet wurde, denn nur weil die Einheit zu Stande gekommen sei, könne man die 25 Jahre Partnerschaft feiern.

Der Montag klang mit einem Besuch der Kunstnacht aus. Gestern fand in der Pfarrkirche ein ökumenischer Gottesdienst statt. Danach trugen sich die jetzigen Bürgermeister Ingo Sander und Arne Schuldt sowie die Bürgermeister von 1992, Wolf-Dietrich Wilhelms und Lothar Fila, sowie die Bürgervorsteher Sabina Strzylecki, Bernd Carstensen, Andreas Ohm in das Goldene Buch der Barlachstadt ein.



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