Rentnerhobby : Aus Draht werden Ohrringe

Schmuck aus Abalonen, hier eine Kette, sind eine Spezialität von Karl-Friedrich Jarchow.
Schmuck aus Abalonen, hier eine Kette, sind eine Spezialität von Karl-Friedrich Jarchow.

Rentner Karl-Friedrich Jarchow aus Klueß fertigt Schmuckstücke.

svz.de von
31. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Karl-Friedrich Jarchow aus Klueß hat Freude am Werkeln und Basteln. In seiner gut eingerichteten Werkstatt fasst der 73-Jährige Steine für Ringe oder Kettenanhänger ein und entwickelt so manches Schmuckstück. Seit nunmehr acht Jahren hat der Rentner dieses Hobby für sich entdeckt und ist glücklich damit.

Der gebürtige Güstrower hat in seinem Leben vier Berufe ausgeübt. Von Dachdecker über Berufsfeuerwehr und Kraftfahrer reicht die Palette zum Hochdruck-Kesselwärter, letztlich leitete er mit seiner Frau eine Gaststätte. Als er in den Ruhestand ging, wollte er auch weiterhin etwas tun. „Ich kann doch nicht nur aus dem Fenster gucken“, sagt Karl-Friedrich Jarchow im Rückblick.

Gefunden hat er das außergewöhnliche Hobby, die handwerkliche Fertigung von Schmuck, durch einen Wunsch von den Enkeln seiner Schwester. „Sie wollten kleine Streitäxte aus Edelstahl als Anhänger für eine Kette haben“, erzählt er. Also machte er sich daran und probierte sich aus. Das hat Manuela Fehrenberg mitbekommen, die Kunsthandwerkermärkte in Güstrow organisiert. „Sie hat gefragt, ob ich nicht Lust hätte, noch etwas anderes zu machen und dann mit auf den Markt zu kommen“, erinnert sich der 73-Jährige. 2009 war er dann das erste Mal dabei.

Karl-Friedrich Jarchow hat Spaß daran gefunden, Abalone (große Meeresschnecken), oder Steine wie Olivin, Malachit oder auch Ozeanjaspis einzukaufen und aus ihnen wunderschöne Schmuckstücke herzustellen. Darum hat er sein Angebot inzwischen enorm erweitert. Waren es zuerst nur die Anhänger, bietet er inzwischen auch Ohrringe, Abalonen-Ketten oder Ringe mit eingefasstem Stein an. „Ich arbeite auch gern nach Wunsch und Ideen der Kunden“, erzählt der Wahl-Klueßer. So habe eine Dame mal einen Seeigel mitgebracht und ließ sich daraus ein Schmuckstück fertigen.

Nachdem Karl-Friedrich Jarchow inzwischen ein Gewerbe angemeldet hat, bot der Klueßer seinen Schmuck jetzt in der Adventszeit auf einigen Märkten an. Er freue sich, wenn er anderen mit seiner Arbeit eine Freude machen kann. Das fülle außerdem seine Freizeit. Der rüstige Rentner probiert gern mal etwas Neues aus. Zudem habe er sich mit den Steinen beschäftigt und könne gut Auskunft über sein Material geben.

An Ideen mangelt es Karl-Friedrich Jarchow noch lange nicht. „Schon beim Einkauf weiß ich genau, was aus dem entsprechenden Stein werden wird“, lässt er wissen. „Wenn man sieht, was hinterher daraus wird – aus einem einfachen Draht ein paar Ohrringe und aus einem Stück Blech ein Ring – das macht Spaß.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen