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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 22:46 Uhr

Sozialwerk : Aufeinander zugehen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Sozialwerk Malchin-Teterow feierte Sonnabend 20-jähriges Bestehen mit Festgottesdienst

Mit einem Festgottesdienst wurde am Sonnabend das 20-jährige Bestehen des Sozialwerkes Malchin-Teterow in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Malchin begangen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Sponsoren, Vereinsmitglieder und Mitglieder der Gemeinde schauten auf die Entwicklung des Werkes zurück. Bereits am Freitagabend war anlässlich des Jubiläums zur Buchlesung mit Schauspieler und Komiker Markus Majowski in Teterow eingeladen worden, der in seinem Buch „Markus, glaubst du an den lieben Gott“ sehr offen über eigene Suchterfahrung schreibt.

1994 war das Sozialwerk aus einer seit Mitte der 1970er-Jahre bestehenden Arbeit der Gemeinde heraus gegründet worden. Vor allem in der Arbeit mit Menschen in sozialen Notlagen, zumeist durch Alkoholkonsum verursacht, wollten die Mitarbeiter in Teterow und Malchin helfen. In den Jahren hat sich das Spektrum über Streetwork-Arbeit und Schulsozialarbeit bis hin zu einer Möbelbörse und der Öffnung von Cafés in Laage, Gnoien und Dargun erweitert.

Landespastor Martin Scriba, Vorsitzender des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern, der die Predigt zum Festgottesdienst hielt, verglich die Arbeit im Sozialwerk mit der eines Trainers in einem Fußballverein, der noch nie ein Spiel gewonnen hat. Das Potenzial in den oftmals mutlosen Menschen müsse entdeckt, konventionelle Hürden über Bord geworfen und psychische Wunden müssten geheilt werden. „Verlierer müssen zu Gewinnern gemacht werden“, so der Landespastor.

Auf diese Hilfe konnte der Verein in den 20 Jahren bauen. Im Landkreis Güstrow wurde neben der Beratungsstelle das Café „Haltestelle“ in Teterow, das Café „Lebenslage“ in Laage und das Café in Gnoien eröffnet. Überall kümmern sich die Mitarbeiter um Rat- und Hilfesuchende. Und das obwohl die finanzielle Seite immer schwieriger werde. „Wir müssen uns diesen immer schwieriger werdenden äußeren Bedingungen stellen und immer wieder nach neuen Wegen suchen“, sagt Geschäftsführerin Rica Düde-Grandke.

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