Alte Synagoge Krakow am See zeigt Tafelmalerei : Aufbruch in die Farbwelt

<fettakgl>Isa Krietsch </fettakgl>mit einem Selbstporträt ihres Mannes. Seine Werke sind bis zum 11. Juni in Krakow am See zu sehen. <foto>Jens Griesbach</foto>
Isa Krietsch mit einem Selbstporträt ihres Mannes. Seine Werke sind bis zum 11. Juni in Krakow am See zu sehen. Jens Griesbach

Kräftige und ausdrucksstarke Farben dominiert die "Tafelmalerei in Tempera, Öl und Acryl" von Volkert Krietsch, die seit Sonnabend in der Alten Synagoge in Krakow am See zu sehen sind.

svz.de von
18. März 2013, 10:19 Uhr

Krakow am See | "Es gibt in dieser Welt zu viel Grau", war der Kunsterzieher und freischaffende Maler Volkert Krietsch Zeit seines Lebens überzeugt. Daher rührt seine Freude an kräftigen, leuchtenden und ausdrucksstarken Farben. Immer wollte Krietsch, der in Barnin lebte, in der Alten Synagoge in Krakow am See ausstellen. Doch irgendwie klappte es nie. Vergangenes Jahr starb der Künstler. Was zu seinen Lebzeiten nicht zustande kam, verwirklichte jetzt seine Witwe Isa Krietsch. Sonnabend eröffnete sie eine Ausstellung mit den Werken ihres Mannes in der Alten Synagoge. "Tafelmalerei in Tempera, Öl und Acryl" ist bis zum 11. Juni in Krakow am See zu sehen.

Wenn die Sonne durch die Fenster der Alten Synagoge auf die farbintensiven Bilder von Volkert Krietsch scheint, kündigt sich der Frühling an. "So etwas haben wir in dieser Art noch nie in der Alten Synagoge gehabt", zeigt sich Annerose Wendt vom Krakower Kulturverein begeistert von der Vielfalt der neuen Schau. Als "Aufbruchstimmung in die Farbwelt" bezeichnet Isa Krietsch den Drang ihres Mannes zum Malen. Er habe viele Stilelemente aus der Kunst aufgegriffen und sie in seiner Weise umgesetzt. Sein großes Vorbild waren dabei vor allem die Künstler der "Brücke". Volkert Krietsch wollte sich aber nicht dauerhaft oder endgültig auf eine Stilrichtung festlegen, sondern offen bleiben für immer neue Ideen und Impulse. Beim Einsatz der favorisierten Techniken Tempera und Öl arbeitete er "bis zum Schrei der Farben", wie er es selbst bezeichnete.

Isa Krietsch erfüllte den Wunsch ihres Mannes und brachte seine Werke nach Krakow am See. "Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat", sagt sie. "Die Alte Syna goge hat sich mittlerweile einen guten Namen bei regionalen und überregionalen Künstlern als Ausstellungsort erarbeitet", unterstreicht sie. Vor allem lobt sie auch die gute Betreuung vor Ort.

Die zweite Kunstausstellung des Jahres in der Alten Synagoge ist dienstags bis freitags von 10 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

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