Natur- und Umweltpark : Auf Wolfsspuren durch „Waldwelten“

Klaus Tuscher führt das neue Angelspiel am Eingang des Nup vor. Er hat sich einen Hecht geangelt.
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Klaus Tuscher führt das neue Angelspiel am Eingang des Nup vor. Er hat sich einen Hecht geangelt.

Natur- und Umweltpark Güstrow 2014 mit neuen Angeboten für Besucher / Leichter Besucherrückgang in diesem Jahr

Der Wolf bleibt ein wichtiges Thema im Natur- und Umweltpark (Nup) Güstrow. In den neuen „Waldwelten“ können Besucher den Spuren eines jungen Wolfes folgen und mit ihm den Wald besser kennen lernen. „Als lebensechte Silhouette wird man ihn sehen“, verrät Klaus Tuscher. Direkte Begegnungen wird es in dem rund 70 Hektar großen Waldgelände jenseits der Nebel auf der Klueßer Seite des Nup nicht geben. Mit diesem und weiteren neuen Angeboten will der Nup im nächsten Jahr noch familienfreundlicher werden, betont der Nup-Geschäftsführer.

Mit der neuen Saison, die im Nup traditionell mit dem Osterfest beginnt, sollen die „Waldwelten“ nach den bereits bekannten „Wiesenwelten“ ein weiterer Baustein der „pädagogischen Bildung mit Vernunft in sich“, wie es Tuscher formuliert, sein. Besuchern – gern Familien – können sich auf ein Detektivspiel an zwölf Tatorten einlassen. Nach Wunsch werden sie am Nup-Eingang mit einem Erlebnis-Rucksack ausgerüstet oder können auch ein Rad für die Tour mieten. Tuscher denkt, dass schon ein Tag einzuplanen ist, wenn man sich im Nup über den vorderen Bereich hinaus in Wiesen- und Waldwelten begibt. Die Erfahrung besage, dass sich Besucher des vorderen Bereiches etwa eineinhalb Stunden im Umweltpark aufhalten. Wer mit dem Bollerwagen losziehe, sei meist um die vier Stunden unterwegs. Neben dem Umweltbildungszentrum am Eingang sei das Agendazentrum ein wichtiger Baustein und Anziehungspunkt für Besucher und Besuchergruppen, betont Tuscher und ist froh darüber. Beklagen in diesem Jahr Tierparks im Land unisono einen Rückgang bei den Besucherzahlen gegenüber dem Vorjahr, so sei das mit 145 000 Gästen auch im Nup der Fall. „Aber mit einem Minus von vier Prozent ist unser Ergebnis im Vergleich zu anderen mit einem Rückgang von zehn bis 15 Prozent noch ganz passabel“, urteilt der Nup-Leiter. Viel Schnee und Matsch sowie Badewetter seien eben kein Tierparkwetter, erklärt er. Die Statistik verrate auch, dass sich der Besucherstrom zwar auf die Monate zwischen April und September konzentriere, sich aber mehr und mehr auch darüber hinaus verteile. Agenda- und Umweltbildungszentrum macht Tuscher dafür u.a. verantwortlich. Und man werde weiterhin daran arbeiten, Höhepunkte für die Nebensaison zu schaffen. Ein Angelspiel und ein Gewässer-Labyrintspiel sind am Eingang bereits installiert. ein begehbarer Wels aus Edelstahl und Plastik 14 Meterlang – werde demnächst geliefert und dann noch mehr als bisher die Nebel mit den darin heimischen Fischen in den Vordergrund rücken. Der Wasserlauf am Umweltbildungszentrum soll erweitert werden und den Lebensraum des Wels’ in der Natur besser zeigen, kündigt Tuscher an. Die Seeadler bekommen eine neue Voliere. Und beim neuen Wolfsrudel hofft man auf Nachwuchs. Die Auerochsen ziehen auf die Klueßer Seite um und werden dort in der Landschaftspflege tätig sein. Voran kommen will man auch bei der Gestaltung des Wegenetzes und denkt dabei insbesondere an die Radfahrer. Und dann seien „da noch die 100 000 anderen kleinen Dinge“, die einen Besuch im Nup noch attraktiver machen sollen, sagt Tuscher. Von einem „Winterschlaf“ könne keine Rede sein. Schon morgen ab 16 Uhr gibt es wieder eine Wolfsspezialnacht mit Wanderung zu Wölfen, Eulen und Wildschweinen, rustikalem Imbiss und nächtlicher Tauchaktion im Aqua-Tunnel (Anmeldung: 0 38 43/6 99 95 10).


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