SVZ-Wochenend-Interview : Auf Suche nach Platz an der Sonne

Sie hilft anderen Menschen, das alltägliche Leben zu meistern: Ulrike Brockmann ist als Berufsbetreuerin in Bützow tätig, hat hier mit ihrer Partnerin Susanne Witt ein Büro eröffnet.
Sie hilft anderen Menschen, das alltägliche Leben zu meistern: Ulrike Brockmann ist als Berufsbetreuerin in Bützow tätig, hat hier mit ihrer Partnerin Susanne Witt ein Büro eröffnet.

20 Fragen an Ulrike Brockmann aus Groß Schwiesow: die 36-Jährige ist Berufsbetreuerin in Bützow.

svz.de von
30. September 2017, 12:00 Uhr

„Der Weg ist das Ziel“ ist ihr Motto. Und diese Wege, die Ulrike Brockmann und ihre Partnerin und Freundin Susanne Witt mit ihren Klienten gehen, sind nicht immer ganz einfach. Denn die beiden Frauen stehen Menschen zur Seite, die ihr Leben selbst nicht meistern können, sei es durch eine Krankheit oder durch eine Behinderung. Im Sommer eröffneten die beiden Frauen ihr Betreuungsbüro in der Langestraße 64 in Bützow. In Groß Schwiesow lebt Ulrike Brockmann mit ihrer Patchworkfamilie. Dazu gehören ihr Mann sowie die vier Kinder (5, 8, 13 und 17 Jahre). „Hier haben wir uns vor drei Jahren einen Traum erfüllt, eine alte Scheune zu einem Traumhaus umgebaut“, erzählt die 36-Jährige. Ehrenamtlich trainiert sie einmal in der Woche die Mini Minis vom Güstrower Carnevalclub.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In der Sonne, hier fühle ich mich am wohlsten und mit Freunden und natürlich Zuhause.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ändern würde ich gerne, dass vor meinem Haus eine 30er-Zone wäre, aber dafür ist sicher nicht der Bürgermeister zuständig.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In den Wochentagen selbstverständlich im Büro, wenn ich nicht gerade am meinem Lieblingsplatz oder bei einer Karnevalveranstaltung bin.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Bei einem Ferienjob in einer Maschinenbaufirma.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Schokolade und die Bravo-Zeitung.
Was würden Sie gerne können?
Ich finde es wunderschön, ein tolles Klavierstück zu hören und beneide jeden, der das kann.
Was stört Sie an anderen?
Ich hasse es, wenn jemand unehrlich ist. Ungerechtigkeit kann ich gar nicht leiden.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Wir lachen viel und oft, ob im Büro mit meiner Partnerin Susanne Witt, bei Freunden oder in der Familie, das ist gesund.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Bei einem Ausflug mit meinem Mann in Berlin (ohne Kinder natürlich) sind wir bei Rot über die Ampel gelaufen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Da gibt es niemand bestimmten.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Das bleibt mein Geheimnis.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Immer dienstags „Bones die Knochenjägerin“ , ich bin unwahrscheinlich gut darin, mitzufiebern und zu wissen, wer der Bösewicht war.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Selbstverständlich auf einer Karnevalsfeier. Hier hatte ich nicht nur die ehrenvolle Aufgabe von 2014 bis 2016 mit meinem Mann das Prinzenpaar zu sein, sondern ich trainiere einmal die Woche die Mini Minis im Alter von 8 bis 10 Jahren. Die ganze Familie ist aktiv beim Güstrower Carnevalclub 89.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Auch hier fällt mir spontan niemand ein.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Natürlich koche ich selbst und gerne deutsche Gerichte. Meine Familie liebt Kassler und Kartoffeln.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Auf Platz 1 steht ganz klar ein You tube Video „Könntest du dir vorstellen mich mitzunehnen“. Auf Platz 2 folgt „Seite an Seite“ von Christina Stürmer. Beide Lieder verbinden wundervolle Erinnerungen mit meinem Mann.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Das schönste Geschenk ist, dass meine Liebsten gesund sind.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Meinen Lebensabend in der Sonne verbringen. Irgendwann werde ich auswandern und den Rest meines Lebens im Warmen verbringen, mit Sonnenuntergängen und dem Meer.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Diese Frage beantwortet bereits mein Traum.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Irmtraud Westphal, die ehrenamtlich die Rolle eines Betreuers in Bützow übernimmt.
















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