Radtour : Auf Spuren von Hirsch und Hecht

Start zur 10. Museen-Tour vor dem Van-der-Valk-Resort  Fotos: christian menzel
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Start zur 10. Museen-Tour vor dem Van-der-Valk-Resort Fotos: christian menzel

„Waid- und Fischereiwirtschaft am Krakower See“ lautete das Thema der 10. Museen-Tour des Heimatvereins Linstow

svz.de von
19. April 2015, 22:00 Uhr

Das Wetter passte, die Teilnehmerzahl nicht ganz. Knapp 30 Radfahrer nahmen am Samstagmorgen bei Sonnenschein und Windstille die gut 30 Kilometer der 10. Museen-Tour in Angriff. Vorbereitet hatte sie wieder der Heimatverein Linstow. Dessen Vorsitzender, Johannes Herbst, hätte sich zur Jubiläumstour eine etwas stärkere Beteiligung gewünscht. „Vielleicht müssen wir auch nach einem neuen Konzept suchen, um das Interesse wieder anzufachen“, resümierte er.

Alle bisherigen Termine standen unter einem Motto. Mal wurden die Museen der Region angesteuert, mal die Kirchen, mal die Guts- und Herrenhäuser. Mal hieß das Thema „Wasser ist Leben“, mal ging es um das Leben von Fledermäusen. In diesem Jahr hieß die Überschrift „Waid- und Fischereiwirtschaft am Krakower See“. Entsprechend steuerte der Pulk zunächst die Jagdschule in Serrahn an, wo Jason van Baal die Modalitäten zum Erlangen eines Jagdscheins erklärte und ein Jäger über aktuelle Jagdprobleme sprach.

Einblicke in die Fischerei gab Sebastian Paetsch von den Warener Müritzfischern an der zweiten Station. Seit vergangenem Jahr haben sie die Bewirtschaftung des Krakower Sees übernommen und die bis dahin in dem Revier tätige Binnenfischerei Mecklenburg-Schwerin (Bimes) abgelöst. Die Müritzfischer, informierte Paetsch, sind mit über 200  000 Hektar Wasserfläche, die sie bewirtschaften, die größte Binnenfischerei Deutschlands.

Vom Fischfang zur Schwarzen Kunst. In der historischen Buchdruckerei führte Hans-Hilmar Koch die Interessenten durch sein Reich. Alternativ standen die Heimatstube und die Alte Synagoge mit einer Stunden zuvor eröffneten neuen Ausstellung (siehe Seite 12) zur Auswahl.

Die von Jahr zu Jahr wechselnden Themen sind für Karin Roloff ein Argument, immer wieder an der Tour teilzunehmen. Neunmal war sie dabei, nur einmal war ein anderer Termin dazwischen gekommen. „Aber da habe ich meinen Mann als Vertretung geschickt“, schmunzelte die Krakowerin. Das Fahren in der Gemeinschaft mache viel Spaß, aber mit dem Rad sei sie ohnehin viel unterwegs.

Bei drei von den vier Museen-Touren, die die Güstrower Doris und Sven Montschko bisher mitgemacht haben, war auch ihr Töchterchen Merle mit von der Partie. Die inzwischen Vierjährige machte es sich mit ihrem Püppchen im Anhänger bequem und ließ sich vom Papa ziehen. „Die Region um Krakow am See ist wie geschaffen fürs Fahrrad, aber es sind auch die Themen, die wir jedes Mal immer wieder spannend finden“, bestätigte Doris Montschko.

Übrigens hatte die relativ geringe Teilnehmerzahl auch einen Vorteil. So bekam fast jeder einen Preis, auch wenn er die zehn vor der Tour ausgegebenen Quizfragen nicht alle richtig beantworten konnte.

Im Heimatverein Linstow stehen unterdessen die nächsten Termine an. Am kommenden Sonnabend treffen sich die Mitglieder zum Frühjahrsputz auf dem Gelände des Wolhynier-Umsiedlermuseums. Und am 17. Mai wird das Denkmal „Den Opfern von Flucht und Vertreibung“ eingeweiht. „Justizministerin Uta Maria Kuder hat ihr Kommen zugesagt“, informierte Johannes Herbst.  


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