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20 Fragen an : Auf Pirsch nach einem Rotspießer

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Wenke Gölling / Die 42-Jährige ist seit sechs Jahren Revierförsterin im Forstamtsbereich Güstrow

Wenke Gölling wurde vor 42 Jahren in Malchin geboren. Nach Schule, Ausbildung und dem Studium zum Revierförster verschlug es sie über einige Stationen endlich in ein „eigenes“ Forstrevier im Forstamtsbereich Güstrow. Hier im Revier Windfang arbeitet Wenke Gölling seit sechs Jahren. „Die Arbeit ist sehr vielfältig, mitunter abenteuerlich, manchmal unvorhersehbar. Aber immer ist die Tätigkeit im und mit dem Wald für mich spannend und ich freue mich auf den neuen Tag, egal bei welchem Wetter“, sagt die 42-Jährige. Ihr Lebenspartner ist ebenfalls Revierförster. Wenke Gölling hat zwei Söhne.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz? Überall dort wo es blau und in Bewegung ist: am Meer, am Fluß, am See oder einfach nur unter blauem Himmel.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Die Bauordnung.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im April beim Heringsangeln auf der Rügendammbrücke, im Mai auf dem Wasser, im Juni im Wasser, ab Juli/August in Skandinavien oder an der Ostsee, im September bei Geburtstagsfeiern, ab Oktober eher zu Hause und wenn der Schnee fällt am liebsten im Wald und auf dem Feld. Ist Schnee und Eis dann fort, bin ich im Garten.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit Leergut und Altpapier. Später mit Sparen, Sparen, Sparen.
Wofür haben Sie es ausgegeben?

Wenn überhaupt dann vielleicht für einen Schürzkuchen für 16 DDR-Pfennige. Da ich aber den Bäckersjungen kannte, gab es den Schürzkuchen auch auf die Hand und zwar gratis.
Was würden Sie gerne können?

Klavierspielen und Segeln. Oder jemanden kennen, der Klavierspielen oder Segeln kann.
Was stört Sie an anderen?

Wenn Mitmenschen mit Unwahrheiten argumentieren, und dies auch noch ohne Scham.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Fragen Sie einen frohen Menschen, so antwortet er, ich weiß nicht. Es passiert einfach und kann nicht wirklich erklärt werden.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Vielleicht war meine aktuellste Unvernunft, dass ich bei strahlenden Sonnenschein die Fenster geputzt habe.
Wer ist Ihr persönlicher Held?

Mein Jagdhund Aro, wenn er während seiner Arbeit mich versteht und ich ihn. Eine Symbiose zwischen Mensch und Tier.
Welches Buch lesen Sie gerade?

„Eine Frau bei 1000 Grad“, geschrieben vom isländischem Genie Hallgrimur Helgason. Schonungsloser, echter, am Ursprung festhaltender, rabenschwarzer Weisheitenroman über das Leben einer unbeugsamen, explosiven Frau aus der Feder/Sicht eines Mannes mit dem nötigen Spürsinn für das Schreiben zwischen den Zeilen. Das ist kein Buch: Das ist für mich Bild und Ton und Denkarbeit zugleich und bewegt mich sehr.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

„Mord mit Aussicht“ zusammen mit der Familie schaue ich sehr gern. Die „Ermittlerin“ Sofie Haas ist einfach Klasse. Darüber hinaus ist bei uns zu Hause der Klassiker „Neues aus Buttenwarder“ absoluter Kult.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch, die Wahrscheinlichkeit mich im Internet zu treffen ist deutlich höher.
Wen würden Sie gerne mal treffen?

Einen Rotspießer oder einen zweijährigen Hirsch.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Zuerst Salat satt, dann wie bei Biolek Wein und unbedingt rotes Fleisch: z.B. Rind, gebraten, gegrillt, gerollt als Roulade oder geschnitten zu Gulasch.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Oh, das ist mein Geheimnis! Aber mit „The End“ von „The Doors“ konnte man alles und nichts erleben.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Das war eine Faserpelzjacke von einem Menschen, der es immer nur gut meint. Die Jacke war nur leider zu groß. Die hängt seit dem auf dem Bügel im Schrank. Aber immer noch eine tolle Erinnerung.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Eigentlich keinen! Ich habe jede Menge Visionen, die mich in meinem Leben sehr bereichern.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentnerin?

Im Rentenleben gibt es keine Freizeit, nur wie jetzt auch den Alltag. Ich nehme mir ganz fest vor, nicht den Alltag sondern den Moment zu gestalten.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Einem Asylbewerber in der Region, um zu verstehen wie es eigentlich in seinem Leben und in seiner Gedankenwelt so aussieht.

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