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25 Jahre in Güstrow : Auf neuestem Stand der Technik

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

25 Jahre Sanitätshaus Beerbaum in Güstrow / Tag der offenen Tür am 3. Juni / Gehschule für Prothesenträger wird vorgestellt

Seit 25 Jahren kümmern sich die Mitarbeiter des Güstrower Sanitätshauses Beerbaum um notwendige Hilfsmittel, bauen Prothesen und stellen Orthesen, also Stützmittel, her. Dieses Jubiläum möchte Geschäftsinhaber Christian Beerbaum zum Anlass nehmen, um am 3. Juni von 9.30 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür einzuladen.

Es war im April 1990, als Christian Beerbaum sein Gewerbe in Güstrow anmeldete. „Ich hatte schon nach der Lehre zum Orthopädiemechaniker den Wunsch, selbstständig tätig zu sein“, erzählt er. So hatte er sich nach seiner Lehrzeit in Schwerin einige Jahre in verschiedenen Werkstätten umgesehen und absolvierte bis 1989 die Meisterausbildung in Berlin. In Güstrow konnte der heute 51-Jährige eine vakante Werkstatt in der Schwaaner Straße übernehmen.

Heute beschäftigt Beerbaum insgesamt 32 Mitarbeiter, von denen elf in der Werkstatt arbeiten, die anderen im Außendienst, Büro und im Verkauf. In Güstrow ist das Sanitätshaus an vier Standorten vertreten. Hinzu kommen zwei weitere in Plau am See und in Sternberg. Neben der Orthopädietechnik, bietet das Sanitätshaus Reha-Technik und einen Sanitätsfachhandel. „Wir arbeiten immer mit modernsten Systemen“, so der Inhaber.

Genau darum sind regelmäßige Weiterbildungen unabdingbar. Heutige Versorgungsmöglichkeiten sind kaum noch mit denen vor 25 Jahren zu vergleichen. So werden heute Prothesen aus Carbon gefertigt, noch in den Anfangsjahren seiner Selbstständigkeit wurden sie aus Holz gefertigt. „Wir können Lymphpatienten heute spezielle Kompressionsstrümpfe nach Maß anbieten oder auch individuelle Fußbettungen für jeden Patienten“, sagt Christian Beerbaum. Ebenso werden Silikon-Stumpfbettungen gefertigt, die eben keine schmerzhaften Druckstellen mehr hinterlassen.

Selbst stehe Christian Beerbaum heute nicht mehr in der Werkstatt. Doch bei Entscheidungen, welche spezielle Versorgung für manchen Patienten nötig ist, sei er dabei. Die 25 Jahre seien sehr schnell vergangen. „Es gab Zeiten, da war die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen nicht einfach. Doch jetzt arbeiten sie wieder gern mit regionalen Anbietern“, schaut er zurück.

Auch in die Zukunft blickt Beerbaum optimistisch. Durch den demographischen Wandel geht die Arbeit im Sanitätshaus nicht aus. Es sei in den nächsten Jahren ein Beruf mit Zukunft, ist er sicher. Im Herbst werden wieder zwei Auszubildende beginnen. Eine Gehschule für Prothesenträger soll ebenso installiert werden, wie ein Prothesen-Test-Zentrum. Eine Gehstrecke mit Testparcours wurde bereits aufgebaut.

 

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